Immobilienrechner

Haushaltsrechner

Ermitteln Sie in wenigen Schritten, wie viel Ihnen monatlich für eine Immobilienfinanzierung zur Verfügung steht. Erfassen Sie Einnahmen und Ausgaben Ihres Haushalts und erhalten Sie sofort eine Empfehlung für Ihre tragbare Monatsrate.

35 %

Bankrichtwert: max. Anteil des Einkommens für die Kreditrate

~ 850 €

Richtwert Lebenshaltungskosten pro Person und Monat

Miete +

Ihre Miete entfällt beim Kauf und steht für die Rate bereit

Einnahmen

€ / Monat
€ / Monat

Ausgaben

€ / Monat
€ / Monat
€ / Monat
€ / Monat

Ihr monatlicher Überschuss

800 €

Ihre aktuelle Miete von 800 € entfällt beim Kauf und steht zusätzlich für die Finanzierung zur Verfügung.

Empfohlene Monatsrate

560 €

35 % von 1.600 €

Einnahmen

Nettoeinkommen
3.500 €
Gesamte Einnahmen
3.500 €

Ausgaben

Lebenshaltungskosten
1.700 €
Kaltmiete
800 €
Altersvorsorge
200 €
Gesamte Ausgaben
2.700 €
Verfügbar für Finanzierung1.600 €

Die Berechnung ist unverbindlich und dient der Orientierung. Die tatsächliche Finanzierung hängt von Ihrer individuellen Bonität und den Konditionen der finanzierenden Bank ab.

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Was ist ein Haushaltsrechner?

Ein Haushaltsrechner stellt Ihre monatlichen Einnahmen den Ausgaben gegenüber und ermittelt den verfügbaren Überschuss. Für eine Immobilienfinanzierung zeigt er, welche Monatsrate dauerhaft tragbar ist, ohne den Lebensstandard einzuschränken.

Banken verlangen bei der Kreditprüfung eine detaillierte Haushaltsrechnung. Der Rechner hilft Ihnen, diese Aufstellung vorab selbst durchzuführen und Schwachstellen frühzeitig zu erkennen.

Einnahmen und Ausgaben richtig erfassen

Auf der Einnahmenseite zählen das Nettoeinkommen aller Kreditnehmer, Kindergeld, Mieteinnahmen und andere regelmäßige Einkünfte. Einmalige Boni oder Sonderzahlungen sollten Sie nicht einrechnen, da Banken diese meist nicht anerkennen.

Bei den Ausgaben erfassen Sie Ihre aktuelle Miete, Lebenshaltungskosten, laufende Kreditraten und Altersvorsorge. Seien Sie realistisch: Zu niedrig angesetzte Ausgaben führen zu einer Rate, die im Alltag nicht tragbar ist.

  • Nettoeinkommen: Gehalt nach Steuern und Sozialabgaben
  • Lebenshaltung: Richtwert ca. 850 € pro Person und Monat
  • Kreditraten: Autokredit, Konsumkredit, Leasing
  • Altersvorsorge: Private Rente, ETF-Sparpläne, Bausparvertrag

Vom Überschuss zur tragbaren Monatsrate

Der monatliche Überschuss ist die Differenz zwischen Einnahmen und Ausgaben. Beim Immobilienkauf kommt ein wichtiger Effekt hinzu: Ihre bisherige Miete entfällt und steht stattdessen für die Kreditrate zur Verfügung.

Banken empfehlen, maximal 35 % des verfügbaren Betrags für die Kreditrate einzuplanen. So bleibt ein ausreichender Puffer für unerwartete Ausgaben, Instandhaltungsrücklagen und mögliche Zinsänderungen bei der Anschlussfinanzierung.

Typische Fehler bei der Haushaltsrechnung

Der häufigste Fehler ist, Ausgaben zu optimistisch anzusetzen. Wer die Lebenshaltungskosten zu niedrig kalkuliert, bekommt zwar eine höhere empfohlene Rate, gerät aber nach dem Kauf in finanzielle Engpässe.

Weitere Fehler: Sonderzahlungen wie Weihnachtsgeld als regelmäßiges Einkommen zählen, Instandhaltungsrücklagen vergessen oder die Nebenkosten der neuen Immobilie (Hausgeld, Grundsteuer, Versicherungen) nicht einplanen.

  • Lebenshaltungskosten realistisch ansetzen, nicht am Minimum
  • Rücklagen für Instandhaltung und Reparaturen einplanen (ca. 1 €/m²/Monat)
  • Nebenkosten der neuen Immobilie berücksichtigen
  • Nur regelmäßige, nachweisbare Einkünfte verwenden

Haushaltsrechnung als Grundlage der Bankprüfung

Jede Bank erstellt im Rahmen der Kreditprüfung eine eigene Haushaltsrechnung. Die Pauschalen und Bewertungsmaßstäbe unterscheiden sich je nach Institut. Manche Banken arbeiten mit festen Pauschalen pro Haushaltsmitglied, andere rechnen mit Ihren tatsächlichen Ausgaben.

Eine vorbereitete Haushaltsrechnung zeigt der Bank, dass Sie Ihre Finanzen im Griff haben, und beschleunigt den Antragsprozess. Zudem hilft sie Ihnen, unrealistische Kaufpreise von vornherein auszuschließen.

Rechenbeispiele

Typische Haushalte im Vergleich

Single mit 3.000 € netto

Nettoeinkommen
3.000 €
Ausgaben
Lebenshaltung 850 €, Miete 750 €, Leasing 150 €, Vorsorge 200 €
Verfügbar f. Finanzierung
1.800 €
Empfohlene Rate
630 €

Paar mit 5.500 € netto

Nettoeinkommen
5.500 €
Ausgaben
Lebenshaltung 1.700 €, Miete 1.100 €, Leasing 300 €, Vorsorge 400 €
Verfügbar f. Finanzierung
3.100 €
Empfohlene Rate
1.085 €

Familie (2 Kinder) mit 6.500 € netto

Nettoeinkommen
6.500 €
Ausgaben
Lebenshaltung 2.800 €, Miete 1.400 €, Leasing 250 €, Vorsorge 350 €
Verfügbar f. Finanzierung
3.100 €
Empfohlene Rate
1.085 €

Häufige Fehler

5 typische Fehler bei der Haushaltsrechnung

Nebenkosten der Wohnung unterschätzen

Hausgeld, Grundsteuer, Strom und Wasser summieren sich schnell auf 300–500 € monatlich. Viele rechnen nur die Kaltmiete, nicht die tatsächlichen Wohnkosten.

Rücklagen vergessen

Für Instandhaltung und Reparaturen sollten Eigentümer mindestens 1 €/m²/Monat einplanen. Bei einem 100-m²-Haus sind das 1.200 € pro Jahr.

Variable Kosten zu niedrig ansetzen

Energiepreise, Lebensmittel und Mobilität schwanken. Wer am Minimum kalkuliert, gerät bei Preissteigerungen in finanzielle Engpässe.

Versicherungen nicht einplanen

Wohngebäudeversicherung, Hausrat, Berufsunfähigkeit und Risikoleben kosten zusammen oft 150–300 € monatlich — ein Posten, der beim Mieten teils entfällt.

Lifestyle-Inflation nach Einzug

Neue Möbel, Gartengestaltung, Renovierungen: In den ersten Jahren nach dem Kauf steigen die Ausgaben oft deutlich. Planen Sie einen Puffer von mindestens 200 € monatlich ein.

Vergleich

Wohnkosten Miete vs. Eigentum

Beispielrechnung für eine 90-m²-Wohnung: Kaltmiete 1.200 € vs. Kaufpreis 350.000 € mit 80.000 € Eigenkapital bei 3,5 % Zins.

Vereinfachte Darstellung, tatsächliche Werte je nach Objekt und Region abweichend.
KostenpositionMiete (monatlich)Eigentum (monatlich)
Kaltmiete / Kreditrate1.200 €1.215 €
Nebenkosten / Hausgeld250 €350 €
Grundsteuer35 €
Instandhaltungsrücklage90 €
Wohngebäudeversicherung25 €
Gesamt1.450 €1.715 €

Häufige Fragen

FAQ zum Haushaltsrechner

Was sagt der Haushaltsrechner über meine Finanzierbarkeit aus?

Der Haushaltsrechner zeigt, welche monatliche Rate Sie sich leisten können, ohne Ihren Lebensstandard einzuschränken. Er ersetzt keine Bankprüfung, liefert aber eine belastbare Ersteinschätzung für Ihre Finanzierungsplanung.

Warum wird meine Miete als verfügbar für die Finanzierung angezeigt?

Wenn Sie eine Immobilie kaufen, entfällt Ihre bisherige Mietbelastung. Dieser Betrag steht dann für die Kreditrate zur Verfügung und wird deshalb zum monatlichen Überschuss addiert.

Wie berechnet sich die empfohlene Monatsrate?

Die empfohlene Rate basiert auf dem Bankrichtwert von maximal 35 % des für die Finanzierung verfügbaren Betrags. Dieser Richtwert stellt sicher, dass genug Puffer für Lebenshaltung, Instandhaltung und unvorhergesehene Ausgaben bleibt.

Was sind realistische Lebenshaltungskosten?

Als Richtwert gelten etwa 850 € pro Person und Monat. Darin enthalten sind Lebensmittel, Kleidung, Mobilität, Versicherungen und Freizeit. Familien mit Kindern oder in teuren Städten sollten mehr kalkulieren.

Kann ich den Haushaltsrechner für die Bankvorlage nutzen?

Der Rechner gibt Ihnen eine gute Orientierung, ersetzt aber nicht die Haushaltsrechnung der Bank. Nutzen Sie die Ergebnisse als Vorbereitung, um Ihre Finanzierungsanfrage besser einschätzen zu können.

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