Förderprogramm nach Bundesland

BAFA — Bundesförderung effiziente Gebäude (Heizungstausch) in Baden-Württemberg

Die BAFA-Förderung für den Heizungstausch übernimmt in Baden-Württemberg bis zu 70 % der Kosten beim Umstieg auf klimafreundliche Heizsysteme wie Wärmepumpen, Biomasseheizungen oder Solarthermie. Gerade im ländlich geprägten Süden Baden-Württembergs mit seinem hohen Anteil an Ölheizungen bietet das Programm eine attraktive Möglichkeit, die Heizkosten dauerhaft zu senken und gleichzeitig den CO₂-Ausstoß erheblich zu reduzieren.

70 % der Kosten

Maximale Förderung

Zuschuss

Zinssatz

bis 70 %

Tilgungszuschuss

Einmalzahlung

Laufzeit

Besonderheiten in Baden-Württemberg

Baden-Württemberg weist insbesondere in ländlichen Regionen wie dem Schwarzwald, der Schwäbischen Alb und Oberschwaben einen hohen Bestand an Ölheizungen auf, die durch moderne Wärmepumpen ersetzt werden können. Die KEA-BW (Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg) bietet eine kostenfreie Erstberatung zum Heizungstausch und vermittelt qualifizierte Installateure. Das Landesprogramm „Klimaschutz Plus" ergänzt die BAFA-Förderung mit zusätzlichen Zuschüssen für erneuerbare Wärmeerzeugung. Durch das baden-württembergische EWärmeG besteht bei einem Heizungstausch ohnehin die Pflicht, mindestens 15 % erneuerbare Energien einzubinden – die BAFA-Förderung macht die vollständige Umstellung wirtschaftlich sinnvoll.

Antragstellung in Baden-Württemberg

Der Antrag wird vor Beginn der Maßnahme online über das BAFA-Portal gestellt. Ein Energieeffizienz-Experte oder ein von der KEA-BW gelisteter Berater erstellt den Förderantrag und begleitet die Umsetzung. Nach Abschluss der Installation reicht der Eigentümer die Rechnungen beim BAFA ein. Die Bearbeitungszeit beträgt in Baden-Württemberg durchschnittlich acht bis zwölf Wochen.

Kombinationsmöglichkeiten

In Baden-Württemberg lässt sich die BAFA-Heizungsförderung mit dem Landesförderprogramm „Klimaschutz Plus" und kommunalen Zuschüssen (z. B. Freiburgs Förderprogramm für erneuerbare Wärme) kombinieren. Der Einkommensbonus für Haushalte mit niedrigem Einkommen erhöht die Förderquote um weitere 30 Prozentpunkte auf maximal 70 %.

Beispielrechnung

Ein Einfamilienhaus in Tübingen tauscht eine 25 Jahre alte Ölheizung gegen eine Luft-Wasser-Wärmepumpe. Die Investitionskosten betragen 32.000 Euro. Die BAFA-Grundförderung von 30 % (9.600 Euro), der Klimageschwindigkeitsbonus von 20 % (6.400 Euro) und der Einkommensbonus von 30 % (max. bei geringem Einkommen) ergeben zusammen bis zu 22.400 Euro Zuschuss. Die tatsächliche Belastung sinkt auf 9.600 Euro.

Häufige Fragen

FAQ zu BAFA Heizungstausch in Baden-Württemberg

Erfülle ich mit einem BAFA-geförderten Heizungstausch das EWärmeG in Baden-Württemberg?

Ja, der vollständige Umstieg auf eine Wärmepumpe oder Biomasseheizung erfüllt die 15-%-Erneuerbare-Energien-Pflicht des EWärmeG deutlich. Die KEA-BW bestätigt, dass eine BAFA-geförderte Heizungsmodernisierung in der Regel alle landesrechtlichen Anforderungen abdeckt.

Wie finde ich qualifizierte Wärmepumpen-Installateure in Baden-Württemberg?

Die KEA-BW führt eine Liste zertifizierter Heizungsinstallateure und Energieberater. Zusätzlich bieten die Handwerkskammern Stuttgart, Freiburg und Mannheim Fachbetriebsverzeichnisse. In ländlichen Gebieten des Schwarzwalds kann die Wartezeit für Installationen bis zu sechs Monate betragen – eine frühzeitige Planung ist empfehlenswert.

Gibt es in Baden-Württemberg zusätzliche Landesförderung für den Heizungstausch?

Ja, das Programm „Klimaschutz Plus" bietet ergänzende Zuschüsse für erneuerbare Wärmeerzeugung in Nichtwohngebäuden. Für Wohngebäude stehen kommunale Programme bereit, etwa das Förderprogramm „Erneuerbare Wärme" der Stadt Freiburg oder die Stuttgarter Energiesparoffensive.

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