Förderprogramm nach Bundesland

IBB — Wohnungsneubauförderung Berlin in Berlin

Die IBB (Investitionsbank Berlin) fördert mit dem Programm „Mietwohnungsneubau" den Bau von bezahlbarem Wohnraum in Berlin mit Zuschüssen von bis zu 1.800 Euro pro Quadratmeter. Das Programm richtet sich an Bauherren und Investoren, die sozialen Wohnungsbau errichten und Wohnungen an Mieter mit Wohnberechtigungsschein (WBS) vermieten möchten.

1.800 €/m²

Maximale Förderung

ab 0,50 %

Zinssatz

keine

Tilgungszuschuss

10–40 Jahre

Laufzeit

Besonderheiten in Berlin

Berlin benötigt dringend neuen bezahlbaren Wohnraum – der Leerstand liegt unter 1 %, und die Wartelisten für Sozialwohnungen sind lang. Das IBB-Programm setzt hier an: Es fördert den Neubau von Mietwohnungen, die an WBS-Berechtigte vermietet werden, mit attraktiven Zuschüssen pro Quadratmeter Wohnfläche. Die Förderung unterliegt Mietpreis- und Belegungsbindungen über einen Zeitraum von 25 bis 30 Jahren. Besonders gefördert werden Standorte in den Bezirken mit dem größten Wohnraummangel.

Antragstellung in Berlin

Der Antrag wird vor Baubeginn bei der IBB gestellt. Es ist ein Fördergespräch mit der IBB erforderlich, in dem das Vorhaben vorgestellt und die Förderfähigkeit geprüft wird. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung bestätigt den Bedarf am Standort. Nach Förderzusage müssen Baubeginn und -fortschritt termingerecht nachgewiesen werden. Die Bearbeitungszeit beträgt in der Regel sechs bis zwölf Wochen.

Kombinationsmöglichkeiten

Das IBB-Programm „Mietwohnungsneubau" lässt sich mit KfW-Programmen (z. B. KfW 297 für klimafreundlichen Neubau) kombinieren, sofern die Gesamtförderung die förderfähigen Kosten nicht übersteigt. Die Kombination aus IBB-Zuschuss und KfW-Zinsverbilligung macht den sozialen Wohnungsneubau auch für private Investoren wirtschaftlich tragfähig.

Beispielrechnung

Ein Investor errichtet in Berlin-Lichtenberg ein Mehrfamilienhaus mit 20 Wohnungen à 65 m² (Gesamtfläche: 1.300 m²). Die IBB-Förderung beträgt 1.800 Euro/m², also 2.340.000 Euro Zuschuss. Die Baukosten liegen bei 4.500.000 Euro. Zusätzlich wird ein KfW-297-Kredit über 3.000.000 Euro (150.000 Euro × 20 WE) zu 0,90 % genutzt. Die Nettomiete ist auf 6,50 Euro/m² begrenzt (WBS-Bindung). Durch die Kombination der Fördermittel ergibt sich eine Eigenkapitalrendite von ca. 4,5 % trotz Mietpreisbindung.

Häufige Fragen

FAQ zu IBB Berlin in Berlin

Welche Mietpreisbindungen gelten beim IBB-Mietwohnungsneubau?

Die geförderten Wohnungen unterliegen einer Mietpreis- und Belegungsbindung von 25 bis 30 Jahren. Die Nettokaltmiete ist je nach Förderstufe auf 6,50 bis 9,00 Euro/m² begrenzt. Die Wohnungen dürfen nur an Mieter mit Wohnberechtigungsschein (WBS) vermietet werden.

Können auch private Investoren das IBB-Programm nutzen?

Ja, das Programm steht allen Bauherren offen – Genossenschaften, kommunale Wohnungsunternehmen und private Investoren. Voraussetzung ist die Bereitschaft, die Mietpreis- und Belegungsbindungen einzuhalten. Die IBB berät im Fördergespräch zu den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.

Wie wird die Förderung mit dem Berliner WBS-System verknüpft?

Die geförderten Wohnungen werden ausschließlich an Inhaber eines Wohnberechtigungsscheins (WBS) vermietet. Der WBS wird vom zuständigen Bezirksamt ausgestellt und richtet sich nach dem Haushaltseinkommen. Die IBB koordiniert die Belegung mit den Bezirksämtern.