Förderprogramm nach Bundesland

KfW 261 — Wohngebäude Kredit in Thüringen

Thüringen mit seiner vielfältigen Bausubstanz vom mittelalterlichen Stadtkern Erfurts über die Residenzstädte Weimar und Gotha bis zum Thüringer Wald bietet ein breites Sanierungsspektrum. KfW 261 unterstützt thüringische Eigentümer mit Krediten bis 150.000 Euro und Tilgungszuschüssen bis 45 % bei der energetischen Modernisierung.

150.000 €

Maximale Förderung

ab 0,01 %

Zinssatz

bis 25 %

Tilgungszuschuss

4–30 Jahre

Laufzeit

Besonderheiten in Thüringen

Die Thüringer Energie- und GreenTech-Agentur (ThEGA) berät zu energetischer Sanierung und vermittelt Energieeffizienz-Experten im gesamten Freistaat. Erfurts mittelalterlicher Stadtkern mit der berühmten Krämerbrücke und den zahlreichen Fachwerkhäusern erfordert denkmalgerechte Sanierungskonzepte. Im Thüringer Wald dominieren Einfamilienhäuser in Hanglagen mit besonderen Anforderungen an Feuchte- und Frostschutz durch die Höhenlage.

Antragstellung in Thüringen

Die Antragstellung läuft über die Hausbank – in Thüringen häufig über die Sparkasse Mittelthüringen oder die Thüringer Aufbaubank (TAB). Die ThEGA bietet kostenfreie Erstberatung und pflegt ein umfangreiches Beraterverzeichnis. Für mittelalterliche Bausubstanz in Erfurt, Mühlhausen oder Nordhausen empfehlen sich Berater mit Denkmalschutz-Zusatzqualifikation.

Kombinationsmöglichkeiten

Die TAB bietet das Programm „Thüringen-Dynamik" mit ergänzenden Förderdarlehen sowie das „Solar Invest"-Programm für Photovoltaik und Speicher. Bei gleichzeitiger Dach-Sanierung und PV-Installation können beide Programme mit KfW 261 kombiniert werden. In ländlichen Thüringer Wald-Gemeinden sind Dorferneuerungsmittel eine zusätzliche Option.

Beispielrechnung

Ein Fachwerkhaus in der Erfurter Altstadt (Baujahr 1650, 120 m²) wird zum Effizienzhaus Denkmal saniert. Maßnahmen: Innendämmung mit Lehmputzsystem, Dachausbau mit Holzfaserdämmung, Fußbodenheizung mit Wärmepumpe. Kosten: 130.000 Euro. KfW-Tilgungszuschuss Denkmal: 5 % (6.500 Euro) plus iSFP-Bonus (6.500 Euro). TAB-Ergänzung „Solar Invest": 8.000 Euro für PV-Anlage. Monatliche KfW-Rate: ca. 480 Euro.

Häufige Fragen

FAQ zu KfW 261 in Thüringen

Wie saniere ich ein mittelalterliches Fachwerkhaus in Erfurt energetisch?

Erfurter Fachwerkhäuser erfordern die Effizienzhaus-Denkmal-Stufe und eine enge Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde. Bewährte Maßnahmen: Innendämmung mit Lehm-Holzfaser-Systemen (diffusionsoffen), Kastenfenster mit Isolierglas-Innenscheibe, Fußbodenheizung auf Trockenestrich. Die ThEGA vermittelt auf mittelalterliche Bausubstanz spezialisierte Berater.

Was muss ich bei der Sanierung im Thüringer Wald hinsichtlich der Höhenlage beachten?

Ab 600 m Höhe ist mit strengeren Frostperioden und höheren Schnelasten zu rechnen. Die Dämmstärken müssen höher ausfallen (U-Wert Wand ≤ 0,18 W/m²K empfohlen), Dachkonstruktionen auf Schneelast ausgelegt sein und Wärmepumpen auf niedrige Außentemperaturen dimensioniert werden. Erdwärmepumpen sind hier effizienter als Luft-Wasser-Wärmepumpen.

Welche ThEGA-Angebote helfen mir bei der Planung einer KfW-261-Sanierung?

Die ThEGA bietet kostenfreie Erstberatung (30 Minuten, telefonisch oder vor Ort), Informationsveranstaltungen zu Förderprogrammen und ein Online-Verzeichnis qualifizierter Energieberater in Thüringen. Zudem koordiniert die ThEGA das Projekt „Grüne Hausnummer", das besonders ambitionierte Sanierungen auszeichnet und als Qualitätssiegel für sanierte Gebäude dient.

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