Förderprogramm nach Bundesland
KfW 297/298 — Klimafreundlicher Neubau in Saarland
Das KfW-Programm 297/298 „Klimafreundlicher Neubau" unterstützt im Saarland den Bau von Wohngebäuden im EH40-Standard mit QNG-Zertifizierung durch zinsgünstige Kredite bis 150.000 Euro pro Wohneinheit. Das Saarland weist eine vergleichsweise geringe Neubautätigkeit auf, doch insbesondere für Grenzpendler nach Luxemburg und Frankreich entstehen zunehmend klimafreundliche Eigenheime im Großraum Saarbrücken.
150.000 €
Maximale Förderung
ab 0,01 %
Zinssatz
keine
Tilgungszuschuss
4–35 Jahre
Laufzeit
Besonderheiten in Saarland
Das Saarland profitiert von seiner Grenzlage zu Frankreich und Luxemburg – viele Berufspendler nach Luxemburg bauen im Saarland wegen der deutlich günstigeren Grundstückspreise. Die SIKB (Saarländische Investitionskreditbank) bietet ergänzende Wohnraumförderung. Die Neubautätigkeit konzentriert sich auf den Großraum Saarbrücken und die Grenzgemeinden. Die QNG-Auditoren-Dichte ist im Saarland geringer – frühzeitige Beauftragung ist wichtig.
Antragstellung in Saarland
Der Antrag wird vor Baubeginn über die Hausbank gestellt – im Saarland typischerweise über die Sparkasse Saarbrücken oder die Saar-LB. Die SIKB berät zu Landesprogrammen und kann Ergänzungsdarlehen bewilligen. Da QNG-Auditoren im Saarland begrenzt verfügbar sind, empfiehlt sich die frühzeitige Beauftragung eines Auditors aus dem benachbarten Rheinland-Pfalz oder Baden-Württemberg. Die Bearbeitungszeit ist mit 3–4 Wochen vergleichsweise kurz.
Kombinationsmöglichkeiten
Im Saarland lässt sich KfW 297 mit dem SIKB-Wohneigentumsprogramm und dem Landesförderprogramm „Saarland zum Selbermachen" (Zuschüsse für Familien im ländlichen Raum) kombinieren. Für Grenzpendler nach Luxemburg bieten sich zusätzlich luxemburgische Wohnbauprämien an, die unter bestimmten Voraussetzungen auch für Immobilien im Grenzgebiet gelten.
Beispielrechnung
Ein Einfamilienhaus-Neubau in Merzig (Grenzregion Luxemburg) wird als EH40 mit QNG-Siegel gebaut. Die Baukosten betragen 320.000 Euro auf einem Grundstück für 85 Euro/m². Der KfW-297-Kredit über 150.000 Euro wird zu 0,92 % Effektivzins gewährt. Die jährliche Zinsersparnis beträgt 3.870 Euro. Die Gesamtentlastung über 10 Jahre beläuft sich auf rund 38.700 Euro – bei Baukosten, die nur ein Drittel des luxemburgischen Niveaus betragen.
Häufige Fragen
FAQ zu KfW 297/298 in Saarland
Warum bauen Luxemburg-Pendler vermehrt im Saarland?
Die Grundstücks- und Baukosten im Saarland liegen bei etwa einem Drittel des luxemburgischen Niveaus. Die Pendelzeiten nach Luxemburg-Stadt betragen aus dem nördlichen Saarland 45–60 Minuten. KfW 297 macht den klimafreundlichen Neubau hier besonders attraktiv, da der Zinsvorteil die ohnehin günstigen Gesamtkosten weiter senkt.
Gibt es genügend QNG-Auditoren im Saarland?
Die Verfügbarkeit ist eingeschränkt – im Saarland selbst sind nur wenige QNG-Auditoren akkreditiert. Bauherren greifen häufig auf Auditoren aus Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg oder dem angrenzenden Frankreich zurück. Eine Beauftragung 8–10 Wochen vor Antragstellung ist empfehlenswert.
Kann ich als Grenzgänger zusätzlich luxemburgische Förderung erhalten?
Luxemburgische Wohnbauprämien gelten grundsätzlich nur für Immobilien in Luxemburg. Allerdings bieten einige luxemburgische Banken günstige Baudarlehen auch für Grenzgänger mit Immobilie im Saarland. Die KfW-297-Förderung ist davon unabhängig und steht allen Bauherren mit deutschem Wohnsitz zur Verfügung.