Förderprogramm nach Bundesland

KfW 297/298 — Klimafreundlicher Neubau in Sachsen

Das KfW-Programm 297/298 „Klimafreundlicher Neubau" fördert in Sachsen den Bau von Wohngebäuden im EH40-Standard mit QNG-Zertifizierung durch zinsgünstige Kredite bis 150.000 Euro pro Wohneinheit. Sachsen erlebt insbesondere in Leipzig und Dresden einen Neubauboom – neue Quartiere wie das Bayerische Viertel in Leipzig oder die Hafencity Dresden setzen auf klimafreundliche Standards zu vergleichsweise günstigen Baukosten.

150.000 €

Maximale Förderung

ab 0,01 %

Zinssatz

keine

Tilgungszuschuss

4–35 Jahre

Laufzeit

Besonderheiten in Sachsen

Sachsens Vorteil liegt in den niedrigen Baukosten – sie zählen zu den günstigsten in Westdeutschland und ermöglichen hochwertige EH40-Neubauten ohne übermäßige Gesamtbelastung. Die SAB (Sächsische Aufbaubank) bietet ergänzende Wohnraumförderprogramme für Familien. Leipzig und Dresden wachsen stark und entwickeln neue Quartiere (Leipziger Westen, Dresdner Hafencity), in denen klimafreundlicher Neubau Standard wird.

Antragstellung in Sachsen

Der Antrag auf KfW 297 wird vor Baubeginn über die Hausbank gestellt – in Sachsen häufig über die Ostsächsische Sparkasse, Sparkasse Leipzig oder die SAB. Die SAB bietet eine integrierte Beratung für Bundes- und Landesmittel und kann parallel sächsische Wohnraumförderdarlehen bewilligen. Ein dena-gelisteter Experte erstellt die BzA, ein QNG-Auditor begleitet die Zertifizierung. Bearbeitungszeit: 4–5 Wochen.

Kombinationsmöglichkeiten

In Sachsen lässt sich KfW 297 mit dem SAB-Familienwohnen (bis 50.000 Euro Ergänzungsdarlehen) und dem sächsischen Landeswohnungsbauprogramm kombinieren. In Leipzig und Dresden bieten kommunale Wohnungsbaugesellschaften Kooperationsmodelle für den klimafreundlichen Eigenheimbau. Zusätzlich fördert der Freistaat Sachsen Holzbau und nachwachsende Dämmstoffe über separate Programme.

Beispielrechnung

Ein Neubau-Doppelhaus in Leipzig-Schleußig wird als EH40 mit QNG-Siegel errichtet. Die Baukosten pro Haushälfte betragen 310.000 Euro – deutlich unter westdeutschem Niveau. Der KfW-297-Kredit über 150.000 Euro zu 0,90 % deckt fast die Hälfte der Kosten ab. Die jährliche Zinsersparnis beträgt 3.900 Euro, über 10 Jahre summiert sich der Vorteil auf 39.000 Euro – mehr als die Mehrkosten für EH40 und QNG zusammen.

Häufige Fragen

FAQ zu KfW 297/298 in Sachsen

Warum sind die Baukosten in Sachsen besonders günstig?

Sachsen profitiert von niedrigeren Lohnkosten im Baugewerbe, günstigem regionalen Baumaterial und einer guten Verfügbarkeit qualifizierter Handwerker. Ein EH40-Neubau kostet in Sachsen 15–25 % weniger als in Bayern oder Baden-Württemberg. Der KfW-297-Kredit deckt damit einen größeren Anteil der Gesamtkosten ab.

Welche neuen Quartiere in Leipzig und Dresden setzen auf EH40?

In Leipzig entstehen im Bayerischen Viertel, in Plagwitz-West und auf dem Eutritzscher Freiladebahnhof neue EH40-Quartiere. In Dresden setzen die Hafencity, der Wissenschaftsstandort Ost und das Stadtquartier am Blüherpark auf klimafreundliche Standards. Diese Quartiere verlangen teils QNG-Zertifizierung als Grundstücksvergabe-Kriterium.

Wie unterstützt die SAB bei der Förderung?

Die SAB bietet eine kostenfreie Fördermittelberatung in allen sächsischen Regionalbüros und kann Bundes- und Landesmittel in einem integrierten Finanzierungsplan zusammenführen. Online-Fördermittelrechner und Webinare ergänzen das Angebot. Die SAB-Beratung umfasst auch Empfehlungen für QNG-Auditoren in Sachsen.

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