Förderprogramm nach Bundesland
KfW 297/298 — Klimafreundlicher Neubau in Schleswig-Holstein
Das KfW-Programm 297/298 „Klimafreundlicher Neubau" fördert in Schleswig-Holstein den Bau von Wohngebäuden im EH40-Standard mit QNG-Zertifizierung durch zinsgünstige Kredite bis 150.000 Euro pro Wohneinheit. Schleswig-Holstein profitiert als Hamburger Spill-over-Region von einer regen Neubautätigkeit – gleichzeitig stellen die Küstenlage und hohe Windlasten besondere Anforderungen an die Bauweise.
150.000 €
Maximale Förderung
ab 0,01 %
Zinssatz
keine
Tilgungszuschuss
4–35 Jahre
Laufzeit
Besonderheiten in Schleswig-Holstein
Schleswig-Holsteins exponierte Lage zwischen Nord- und Ostsee erfordert windresistente Bauweisen mit erhöhten Anforderungen an Luftdichtheit und Sturmfestigkeit. Die IB.SH (Investitionsbank Schleswig-Holstein) bietet ergänzende Wohnraumförderprogramme. Der Hamburger Spill-over-Effekt treibt die Neubautätigkeit in den Kreisen Pinneberg, Stormarn und Segeberg. An der Küste gelten zusätzliche Gestaltungssatzungen, die moderne Architektur mit regionaltypischem Erscheinungsbild verbinden.
Antragstellung in Schleswig-Holstein
Der Antrag auf KfW 297 wird vor Baubeginn über die Hausbank gestellt – in Schleswig-Holstein häufig über die Sparkasse Holstein, die Förde Sparkasse oder die IB.SH. Die IB.SH bietet eine kombinierte Beratung für KfW- und Landesprogramme. Ein dena-gelisteter Energieeffizienz-Experte und ein QNG-Auditor werden vor Baubeginn beauftragt. Die IB.SH kann parallel das Programm „IB.SH Immokreditfonds" für Familien bewilligen.
Kombinationsmöglichkeiten
In Schleswig-Holstein lässt sich KfW 297 mit dem IB.SH-Immokreditfonds (zinsgünstiges Ergänzungsdarlehen für Familien mit Kindern) und dem Landesprogramm „Energetisches Bauen" kombinieren. Im Hamburger Umland bieten viele Gemeinden vergünstigte Neubaugrundstücke für Familien. Die erhöhten Kosten für windresistente Bauweise sind als Mehrkosten im KfW-297-Kredit förderfähig.
Beispielrechnung
Ein Einfamilienhaus-Neubau in Norderstedt (Hamburger Speckgürtel) wird als EH40 mit QNG-Siegel und erhöhter Windsicherheit gebaut. Die Baukosten betragen 395.000 Euro. Der KfW-297-Kredit über 150.000 Euro wird zu 0,90 % Effektivzins gewährt. Die jährliche Zinsersparnis beträgt 3.900 Euro. Mit dem IB.SH-Immokreditfonds (80.000 Euro zu 1,0 %) ergibt sich eine Gesamtentlastung von rund 59.000 Euro über 10 Jahre.
Häufige Fragen
FAQ zu KfW 297/298 in Schleswig-Holstein
Welche besonderen Anforderungen stellt der Küstenstandort an EH40-Neubauten?
An der schleswig-holsteinischen Küste müssen Neubauten erhöhte Windlasten (Windzone 3–4, teilweise Windzone 5 auf den Inseln) bewältigen. Das erfordert verstärkte Dachkonstruktionen, spezielle Fensterprofile und eine besonders sorgfältige Luftdichtheitsebene. Diese Mehrkosten sind über KfW 297 förderfähig und verbessern gleichzeitig die Energieeffizienz.
Profitiert der Hamburger Speckgürtel besonders von KfW 297?
Ja, im Hamburger Umland (Pinneberg, Norderstedt, Ahrensburg) sind die Grundstückspreise deutlich niedriger als in Hamburg selbst, bei gleichzeitig guter HVV-Anbindung. KfW 297 senkt die Finanzierungskosten zusätzlich, sodass ein EH40-Neubau im Speckgürtel oft günstiger ist als ein Bestandskauf in Hamburg.
Wie unterstützt die IB.SH bei der Förderung?
Die IB.SH bietet eine kostenfreie Fördermittelberatung (telefonisch, online und in den Regionalbüros Kiel, Lübeck und Husum). Sie kann KfW-Mittel durchleiten und gleichzeitig eigene Ergänzungsdarlehen bewilligen. Der IB.SH-Immokreditfonds richtet sich speziell an Familien mit Kindern und bietet besonders günstige Konditionen.