Förderprogramm nach Bundesland
KfW 159 — Altersgerecht Umbauen in Bremen
Das KfW-Programm 159 fördert den barrierefreien Umbau in Bremen mit zinsgünstigen Krediten bis 50.000 Euro pro Wohneinheit. Die typischen „Altbremer Häuser" mit ihren steilen, schmalen Treppenhäusern über drei bis vier Geschosse stellen für ältere Bewohner eine erhebliche Barriere dar – die kompakte Stadtstruktur Bremens macht Nachrüstungen jedoch besonders effizient.
50.000 €
Maximale Förderung
ab 0,01 %
Zinssatz
keine
Tilgungszuschuss
4–30 Jahre
Laufzeit
Besonderheiten in Bremen
Bremen hat mit rund 22 % einen hohen Anteil über 65-Jähriger, wobei die Altbremer Häuser in Stadtteilen wie Schwachhausen, Findorff und der Neustadt die Barrierefreiheit erschweren. Die BAB – Die Förderbank für Bremen und Bremerhaven bietet ergänzende Landesmittel für altersgerechtes Wohnen. Die kompakte Stadtstruktur mit kurzen Wegen zwischen Wohnberatung, Handwerkern und Förderstellen beschleunigt Umbauvorhaben erheblich. Bremens Wohnberatung ist zentral beim Paritätischen Wohlfahrtsverband angesiedelt.
Antragstellung in Bremen
Der Antrag wird vor Maßnahmenbeginn über die Hausbank gestellt – in Bremen typischerweise über die Sparkasse Bremen oder die Bremer Landesbank. Die BAB kann parallel für ergänzende Landesfördermittel kontaktiert werden. Die Bearbeitungszeit beträgt drei bis fünf Wochen. Bei Altbremer Häusern empfiehlt sich eine Vorab-Beratung zur statischen Machbarkeit von Türverbreiterungen.
Kombinationsmöglichkeiten
Die BAB bietet eigene Förderprogramme für barrierefreies Wohnen in Bremen, die den KfW-159-Kredit ergänzen. Bei Altbremer Häusern lohnt sich die Kombination mit energetischer Sanierung (KfW 261), da Barrierereduktion und Energieeffizienz bei umfassenden Sanierungen synergetisch umgesetzt werden können.
Beispielrechnung
Ein Altbremer Haus in Findorff (Baujahr 1905, 3 Geschosse) wird im Erdgeschoss barrierefrei umgebaut: bodengleiche Dusche (7.000 €), Türverbreiterungen Erdgeschoss (3.500 €), ebenerdiger Hauseingang (4.500 €) und Einbruchschutz (3.000 €). Gesamtkosten: 18.000 €. Der KfW-159-Kredit zu 0,01 % Effektivzins ergibt bei 10 Jahren Laufzeit eine Monatsrate von ca. 150 €.
Häufige Fragen
FAQ zu KfW 159 in Bremen
Wie lassen sich die steilen Treppen in Altbremer Häusern barrierefrei gestalten?
In Altbremer Häusern kommen Treppenlifte, Plattformlifte oder – bei ausreichendem Treppenauge – Senkrechtlifte infrage. Alternativ wird das Erdgeschoss als eigenständige barrierefreie Wohneinheit umgebaut. Alle Varianten sind über KfW 159 förderfähig.
Welche Beratungsstellen gibt es in Bremen für barrierefreies Wohnen?
Die zentrale Wohnberatung beim Paritätischen Wohlfahrtsverband Bremen, die Pflegestützpunkte in Bremen und Bremerhaven sowie die BAB bieten kostenfreie Erstberatung zu barrierefreiem Umbau und Fördermitteln.
Profitiert Bremerhaven gleichermaßen vom KfW 159?
Ja, der KfW 159 gilt bundesweit und damit auch in Bremerhaven. Dort ist der Bedarf an barrierefreiem Umbau sogar besonders hoch, da die Stadt einen überdurchschnittlichen Anteil älterer Bewohner und einen älteren Gebäudebestand aufweist.