Förderprogramm nach Bundesland

KfW 159 — Altersgerecht Umbauen in Mecklenburg-Vorpommern

Mecklenburg-Vorpommern hat mit einem Durchschnittsalter von über 47 Jahren das höchste Durchschnittsalter aller Bundesländer – das KfW-Programm 159 „Altersgerecht Umbauen" mit Krediten bis 50.000 Euro pro Wohneinheit ist hier von zentraler Bedeutung. Insbesondere in ländlichen Regionen wie der Mecklenburgischen Seenplatte und Vorpommern-Rügen fehlt es an barrierefreiem Wohnraum.

50.000 €

Maximale Förderung

ab 0,01 %

Zinssatz

keine

Tilgungszuschuss

4–30 Jahre

Laufzeit

Besonderheiten in Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern liegt der Anteil über 65-Jähriger bei rund 27 % und steigt weiter. Ländliche Regionen wie Vorpommern-Greifswald oder die Mecklenburgische Seenplatte haben nur wenige spezialisierte Handwerksbetriebe für barrierefreien Umbau, was die Planung erschwert. Das Landesförderinstitut Mecklenburg-Vorpommern bietet ergänzende Zuschüsse. Die Pflegestützpunkte in jedem Landkreis beraten kostenfrei, und mobile Wohnberatung erreicht auch abgelegene Gemeinden. Plattenbauten in Schwerin, Rostock und Neubrandenburg bilden einen Schwerpunkt der Umbauaktivitäten.

Antragstellung in Mecklenburg-Vorpommern

Die Antragstellung erfolgt über die Hausbank vor Maßnahmenbeginn – in Mecklenburg-Vorpommern häufig über die OstseeSparkasse oder die Sparkasse Mecklenburg-Schwerin. Das Landesförderinstitut kann parallel kontaktiert werden. Die Bearbeitungszeit beträgt drei bis sechs Wochen. Bei ländlichen Einfamilienhäusern ist die Verfügbarkeit spezialisierter Handwerker frühzeitig zu prüfen.

Kombinationsmöglichkeiten

Die Kombination von KfW 159 mit Landesmitteln des Landesförderinstituts Mecklenburg-Vorpommern und kommunalen Zuschüssen ist empfehlenswert. Für Plattenbauten in Schwerin und Rostock können Wohnungsunternehmen den KfW 159 systematisch mit Mitteln aus dem Programm „Stadtumbau Ost" kombinieren.

Beispielrechnung

Ein Einfamilienhaus Baujahr 1985 in der Mecklenburgischen Seenplatte wird barrierefrei umgebaut: bodengleiche Dusche (6.500 €), schwellenloser Zugang (4.000 €), Haltesysteme und Handläufe (2.000 €), Einbruchschutz (2.500 €). Gesamtkosten: 15.000 €. KfW-159-Kredit zu 0,01 % Effektivzins bei 10 Jahren Laufzeit: Monatsrate ca. 125 €.

Häufige Fragen

FAQ zu KfW 159 in Mecklenburg-Vorpommern

Wie bewältigt man den Handwerkermangel bei barrierefreien Umbauten in Mecklenburg-Vorpommern?

Das Landesförderinstitut und die Handwerkskammern Schwerin und Ostmecklenburg-Vorpommern vermitteln spezialisierte Betriebe. Frühzeitige Planung (6–12 Monate Vorlauf) und die Bündelung mehrerer Maßnahmen in einem Auftrag erhöhen die Chancen auf verfügbare Handwerker.

Gibt es mobile Wohnberatung für ländliche Gebiete in Mecklenburg-Vorpommern?

Ja, die Pflegestützpunkte bieten mobile Wohnberatung an, die auch abgelegene Gemeinden erreicht. Ergänzend beraten die Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern und kirchliche Sozialverbände vor Ort zu Umbaumöglichkeiten und Förderzugang.

Lohnt sich der KfW 159 bei den niedrigen Immobilienpreisen in Mecklenburg-Vorpommern?

Ja, gerade weil die Immobilienpreise niedrig sind, ist der Verbleib in der eigenen Wohnung oft die wirtschaftlichste Alternative zum Pflegeheim. Ein barrierefreier Umbau für 15.000–25.000 € kann Jahre selbstständigen Wohnens ermöglichen und ist damit eine lohnende Investition.

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