Förderprogramm nach Bundesland

KfW 159 — Altersgerecht Umbauen in Hessen

Das KfW-Programm 159 „Altersgerecht Umbauen" ist für Hessen besonders relevant, da die Metropolregion Frankfurt-Rhein-Main mit ihren alternden Vorort-Siedlungen der 1960er- und 1970er-Jahre enormen Nachrüstbedarf an Barrierefreiheit aufweist. Der Kredit bis 50.000 Euro pro Wohneinheit zu Niedrigstzinsen ermöglicht altersgerechte Umbauten und Einbruchschutz.

50.000 €

Maximale Förderung

ab 0,01 %

Zinssatz

keine

Tilgungszuschuss

4–30 Jahre

Laufzeit

Besonderheiten in Hessen

In Hessen liegt der Anteil über 65-Jähriger bei rund 21 %, wobei die Vorstädte Frankfurts (Oberursel, Bad Homburg, Kronberg) und nordhessische Städte wie Kassel besonders hohe Quoten aufweisen. Die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank) bietet mit dem Hessischen Förderprogramm für altersgerechtes Wohnen ergänzende Zuschüsse. Hessens kommunale Wohnberatungsstellen – koordiniert durch die Landesarbeitsgemeinschaft Wohnen – beraten kostenfrei und vermitteln spezialisierte Handwerker. Viele Reihenhäuser und Bungalows der Nachkriegszeit lassen sich mit vergleichsweise geringem Aufwand barrierefrei anpassen.

Antragstellung in Hessen

Die Antragstellung erfolgt über die Hausbank vor Maßnahmenbeginn – in Hessen häufig über Sparkassen, Volksbanken oder die WIBank. Das Hessische Förderprogramm wird parallel bei der WIBank beantragt. Die Bearbeitungszeit beträgt drei bis fünf Wochen. Bei größeren Umbauten empfiehlt sich eine Baubegleitung durch einen auf Barrierefreiheit spezialisierten Architekten.

Kombinationsmöglichkeiten

Die Kombination von KfW 159 mit dem Hessischen Förderprogramm für altersgerechtes Wohnen und kommunalen Zuschüssen (z. B. Frankfurt, Wiesbaden) ist besonders effizient. Für umfassende Modernisierungen kann der KfW-159-Kredit mit KfW 261 (energetische Sanierung) gebündelt werden – gerade bei 1960er-Jahre-Gebäuden lohnt sich die gleichzeitige Barrierereduktion und Energieeffizienzsteigerung.

Beispielrechnung

Ein Reihenhaus Baujahr 1968 in Oberursel wird altersgerecht umgebaut: bodengleiche Dusche im EG (7.500 €), Treppenlift (10.000 €), Eingangsrampe (3.500 €), Einbruchschutz (3.500 €), breitere Türen EG (2.500 €). Gesamtkosten: 27.000 €. KfW-159-Kredit zu 0,01 % Effektivzins bei 10 Jahren Laufzeit: Monatsrate ca. 225 €. Zusätzlich WIBank-Zuschuss möglich.

Häufige Fragen

FAQ zu KfW 159 in Hessen

Welche Rolle spielt die WIBank bei der KfW-159-Förderung in Hessen?

Die WIBank bietet ein ergänzendes Hessisches Förderprogramm für altersgerechtes Wohnen mit Zuschüssen, die den KfW-159-Kredit ergänzen. Beide Programme können parallel beantragt werden, um die Gesamtförderung zu maximieren.

Sind die Frankfurter Vorort-Siedlungen der 1960er-Jahre gut für barrierefreien Umbau geeignet?

Ja, Reihenhäuser und Bungalows dieser Epoche haben oft ebenerdige Zugänge und großzügige Bäder, die sich mit überschaubarem Aufwand barrierefrei umbauen lassen. Schwachstellen sind meist enge Türen und fehlende Haltegriffe – Maßnahmen, die der KfW 159 vollständig fördert.

Gibt es in Hessen kostenlose Wohnberatung für barrierefreie Umbauten?

Ja, die kommunalen Wohnberatungsstellen der hessischen Landkreise und kreisfreien Städte, koordiniert durch die Landesarbeitsgemeinschaft Wohnen, bieten kostenfreie Beratung. In Frankfurt betreibt zusätzlich die Caritas eine spezialisierte Wohnberatung.

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