Förderprogramm nach Bundesland

KfW 159 — Altersgerecht Umbauen in Hamburg

Hamburg mit seinen zahlreichen mehrstöckigen Mietshäusern aus der Gründerzeit und Nachkriegszeit bietet enormes Potenzial für das KfW-Programm 159 „Altersgerecht Umbauen". Der zinsgünstige Kredit bis 50.000 Euro pro Wohneinheit ermöglicht barrierefreie Umbauten und Einbruchschutz in einer Stadt, in der rund 20 % der Bevölkerung über 65 Jahre alt sind.

50.000 €

Maximale Förderung

ab 0,01 %

Zinssatz

keine

Tilgungszuschuss

4–30 Jahre

Laufzeit

Besonderheiten in Hamburg

Hamburgs Wohnungsbestand ist geprägt von mehrstöckigen Mietshäusern – viele ohne Aufzug – in Stadtteilen wie Eimsbüttel, Barmbek und Altona. Die Hamburgische Investitions- und Förderbank (IFB Hamburg) bietet mit dem Programm „Barrierefreier Umbau" eigenständige Zuschüsse bis 15.000 Euro pro Wohneinheit, die mit dem KfW-159-Kredit kombinierbar sind. Hamburgs Pflegestützpunkte in allen sieben Bezirken beraten kostenfrei zu Umbaumöglichkeiten und Förderzugang. Die hohen Hamburger Baukosten machen die zinsgünstige KfW-Finanzierung besonders wertvoll.

Antragstellung in Hamburg

Die Antragstellung erfolgt über die Hausbank vor Maßnahmenbeginn – in Hamburg häufig über die Hamburger Sparkasse (Haspa) oder die IFB direkt. Die IFB-Zuschüsse für barrierefreien Umbau werden parallel beantragt. Bei Aufzugsnachrüstungen in Mehrfamilienhäusern ist eine Abstimmung mit dem Bezirksamt erforderlich. Die Bearbeitungszeit liegt bei vier bis sechs Wochen.

Kombinationsmöglichkeiten

Die Kombination von KfW-159-Kredit mit dem IFB-Zuschuss „Barrierefreier Umbau" (bis 15.000 € pro Wohneinheit) ist in Hamburg besonders attraktiv. Zusätzlich können Einbruchschutzmaßnahmen über den KfW 159 gefördert werden – in einer Großstadt wie Hamburg ein wichtiger Mehrwert, der die Gesamtförderung maximiert.

Beispielrechnung

Eine Etagenwohnung in Hamburg-Eimsbüttel (Baujahr 1958, 3. OG ohne Aufzug) wird barrierefrei umgebaut: bodengleiche Dusche (8.000 €), Türverbreiterungen (3.000 €), Einbruchschutz (4.500 €), rutschhemmende Bodenbeläge (2.500 €). Gesamtkosten: 18.000 €. KfW-159-Kredit: 18.000 € zu 0,01 % Effektivzins. Zusätzlich IFB-Zuschuss: 5.000 €. Effektiver Kreditbetrag nach Zuschuss: 13.000 €, Monatsrate ca. 109 € bei 10 Jahren.

Häufige Fragen

FAQ zu KfW 159 in Hamburg

Wie funktioniert die Kombination von KfW 159 und IFB-Zuschuss in Hamburg?

Beide Programme werden parallel beantragt – der KfW-159-Kredit über die Hausbank, der IFB-Zuschuss direkt bei der IFB Hamburg. Die Programme ergänzen sich: Der IFB-Zuschuss reduziert die Kreditsumme, und die KfW-Mittel decken den verbleibenden Betrag zu Niedrigstzinsen ab.

Gibt es in Hamburg besondere Anforderungen an den Einbruchschutz über KfW 159?

Nein, die Anforderungen sind bundesweit einheitlich. Förderfähig sind u. a. Nachrüstsicherungen für Fenster und Türen, Alarmanlagen und Gegensprechanlagen. In Hamburg empfiehlt die Polizeiliche Beratungsstelle eine kostenlose Sicherheitsberatung vor der Maßnahme.

Können Hamburger Wohnungsbaugenossenschaften den KfW 159 systematisch einsetzen?

Ja, Hamburger Wohnungsbaugenossenschaften wie die SAGA oder HANSA nutzen den KfW 159 regelmäßig für systematische barrierefreie Umbauten ganzer Wohnanlagen. Pro Wohneinheit können bis zu 50.000 € beantragt werden, was bei großen Beständen erhebliche Fördersummen ermöglicht.

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