Förderprogramm nach Bundesland

KfW 159 — Altersgerecht Umbauen in Nordrhein-Westfalen

Nordrhein-Westfalen als bevölkerungsreichstes Bundesland mit seinem dichten Wohnungsbestand im Ruhrgebiet und den Großstädten am Rhein hat einen enormen Bedarf an barrierefreien Umbauten. Das KfW-Programm 159 mit Krediten bis 50.000 Euro pro Wohneinheit ist für die vielen mehrstöckigen Mietshäuser in Essen, Dortmund, Köln und Düsseldorf besonders relevant.

50.000 €

Maximale Förderung

ab 0,01 %

Zinssatz

keine

Tilgungszuschuss

4–30 Jahre

Laufzeit

Besonderheiten in Nordrhein-Westfalen

NRW zählt rund 3,9 Millionen Menschen über 65 Jahre – mehr als jedes andere Bundesland in absoluten Zahlen. Im Ruhrgebiet stehen zahlreiche Arbeitersiedlungen und Zechenhäuser der 1920er- bis 1960er-Jahre ohne jegliche Barrierefreiheit. Die NRW.BANK bietet mit dem Programm „Gebäudesanierung" ergänzende Zuschüsse für barrierefreie Maßnahmen. Nordrhein-Westfalen verfügt über ein dichtes Netz von rund 130 kommunalen Wohnberatungsstellen, die von der Landesarbeitsgemeinschaft Wohnberatung NRW koordiniert werden.

Antragstellung in Nordrhein-Westfalen

Die Antragstellung erfolgt über die Hausbank vor Maßnahmenbeginn – in NRW häufig über Sparkassen, Volksbanken oder die NRW.BANK. Ergänzende NRW-Landesmittel werden parallel bei der NRW.BANK beantragt. Die Bearbeitungszeit beträgt drei bis fünf Wochen. Bei Mehrfamilienhäusern im Ruhrgebiet empfiehlt sich eine frühzeitige Abstimmung mit der Wohnberatungsstelle.

Kombinationsmöglichkeiten

Die NRW.BANK bietet mit dem Programm „Gebäudesanierung" Zuschüsse für barrierefreie Umbauten, die den KfW-159-Kredit optimal ergänzen. Zusätzlich haben viele NRW-Kommunen (z. B. Köln, Düsseldorf, Essen) eigene Förderprogramme für Barrierefreiheit. Die Kombination aller drei Ebenen – KfW, Land, Kommune – maximiert die Förderung.

Beispielrechnung

Eine Zechensiedlungswohnung in Essen (Baujahr 1935, EG) wird barrierefrei umgebaut: bodengleiche Dusche (7.500 €), Türverbreiterungen (3.000 €), schwellenloser Zugang (2.500 €), Einbruchschutz (4.000 €), Haltesysteme (1.500 €). Gesamtkosten: 18.500 €. KfW-159-Kredit zu 0,01 % Effektivzins bei 10 Jahren: Monatsrate ca. 154 €. Zusätzlich NRW.BANK-Zuschuss möglich.

Häufige Fragen

FAQ zu KfW 159 in Nordrhein-Westfalen

Wie nutze ich das NRW-Netz von Wohnberatungsstellen für den KfW-159-Antrag?

Die rund 130 kommunalen Wohnberatungsstellen in NRW beraten kostenfrei zu barrierefreiem Umbau, erstellen Maßnahmenpläne und unterstützen bei der Antragstellung. Sie kennen die lokalen Fördermöglichkeiten und vermitteln spezialisierte Handwerker – ein niedrigschwelliger Einstieg in den Förderprozess.

Eignet sich der KfW 159 für die Arbeitersiedlungen im Ruhrgebiet?

Ja, die kompakten Grundrisse der Zechensiedlungen und Arbeiterhäuser lassen sich mit gezielten Maßnahmen (Türverbreiterungen, bodengleiche Duschen, Schwellenabbau) effizient barrierefrei gestalten. Der KfW-159-Kredit deckt diese Kosten zu Niedrigstzinsen ab.

Können NRW-Kommunen eigene Zuschüsse mit KfW 159 kombinieren?

Ja, viele NRW-Kommunen bieten eigene Zuschüsse für Barrierefreiheit, die mit dem KfW-159-Kredit und der NRW.BANK-Förderung kombinierbar sind. Die Gesamtförderung darf die Investitionskosten nicht übersteigen. Die lokale Wohnberatungsstelle informiert über kommunale Programme.

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