Förderprogramm nach Bundesland
KfW 159 — Altersgerecht Umbauen in Saarland
Das Saarland als kleinstes Flächenland Deutschlands bietet mit dem KfW-Programm 159 „Altersgerecht Umbauen" kompakte Fördermöglichkeiten für barrierefreie Umbauten. Der Kredit bis 50.000 Euro pro Wohneinheit ist besonders für die vielen Arbeiterhäuser aus der Industriezeit und die grenznahen Gemeinden mit Bezug zur französischen Pflege- und Betreuungsinfrastruktur relevant.
50.000 €
Maximale Förderung
ab 0,01 %
Zinssatz
keine
Tilgungszuschuss
4–30 Jahre
Laufzeit
Besonderheiten in Saarland
Das Saarland hat mit rund 23 % einen hohen Anteil über 65-Jähriger und eine vergleichsweise kompakte Siedlungsstruktur. Die Arbeiterhäuser und Bergbausiedlungen in Saarbrücken, Völklingen und Neunkirchen benötigen barrierefreie Anpassungen. Die Saarländische Investitionskreditbank (SIKB) bietet ergänzende Landesmittel. Besonderheit des Saarlandes: Die Grenznähe zu Frankreich ermöglicht es, französische Pflegeleistungen mit deutschem barrierefreiem Wohnen zu kombinieren. Die Pflegestützpunkte in allen saarländischen Landkreisen beraten kostenfrei.
Antragstellung in Saarland
Die Antragstellung erfolgt über die Hausbank vor Maßnahmenbeginn – im Saarland häufig über die Sparkasse Saarbrücken oder die SIKB. Ergänzende Landesmittel werden parallel bei der SIKB beantragt. Die Bearbeitungszeit beträgt drei bis fünf Wochen. Die kurzen Wege im Saarland erleichtern die Koordination zwischen Förderstellen, Handwerkern und Beratung.
Kombinationsmöglichkeiten
Die SIKB bietet eigene Förderprogramme für altersgerechtes Wohnen, die den KfW-159-Kredit ergänzen. Für Eigentümer in Grenznähe zu Frankreich kann die Kombination von deutschem barrierefreiem Wohnen mit französischen Pflege-Dienstleistungen (z. B. ambulante Pflege aus dem Département Moselle) eine attraktive Option sein.
Beispielrechnung
Ein Bergarbeiterhaus in Völklingen (Baujahr 1950) wird barrierefrei umgebaut: bodengleiche Dusche (6.500 €), Türverbreiterungen (2.500 €), ebenerdiger Zugang (3.000 €), Einbruchschutz (3.000 €), Handläufe und Haltegriffe (1.500 €). Gesamtkosten: 16.500 €. KfW-159-Kredit zu 0,01 % Effektivzins bei 10 Jahren: Monatsrate ca. 138 €.
Häufige Fragen
FAQ zu KfW 159 in Saarland
Welche Vorteile bietet die Grenznähe zu Frankreich beim barrierefreien Wohnen im Saarland?
Saarländer können deutsches barrierefreies Wohnen mit französischen ambulanten Pflegeleistungen kombinieren. Pflegekräfte aus dem Département Moselle bieten Dienstleistungen im Saarland an, was die Betreuungsmöglichkeiten erweitert und die Kosten senken kann.
Eignet sich der KfW 159 für Bergarbeiterhäuser im Saarland?
Ja, die kompakten Grundrisse der Bergarbeiterhäuser lassen sich mit gezielten Maßnahmen wie Türverbreiterungen, bodengleichen Duschen und Schwellenabbau effizient barrierefrei gestalten. Die Kosten bleiben oft unter 20.000 € und damit deutlich unter dem Förderhöchstbetrag.
Welche Beratungsangebote gibt es im Saarland für barrierefreies Wohnen?
Die Pflegestützpunkte in allen saarländischen Landkreisen, die Verbraucherzentrale Saarland und die SIKB bieten kostenfreie Beratung. Zusätzlich unterstützt der Landesverband der Arbeiterwohlfahrt Saarland mit mobiler Wohnberatung.