Förderprogramm nach Bundesland

KfW 159 — Altersgerecht Umbauen in Thüringen

Thüringen mit seinen mittelalterlichen Stadtzentren in Erfurt, Weimar und Jena und dem umfangreichen Plattenbau-Bestand der DDR-Ära steht vor großen Herausforderungen bei der Schaffung barrierefreien Wohnraums. Das KfW-Programm 159 „Altersgerecht Umbauen" mit Krediten bis 50.000 Euro pro Wohneinheit ist ein zentrales Instrument für die alternde Bevölkerung des Freistaats.

50.000 €

Maximale Förderung

ab 0,01 %

Zinssatz

keine

Tilgungszuschuss

4–30 Jahre

Laufzeit

Besonderheiten in Thüringen

Thüringen verzeichnet einen Anteil über 65-Jähriger von rund 26 % und eine weiter steigende Tendenz. Die mittelalterlichen Stadtzentren in Erfurt, Weimar und Mühlhausen stellen mit engen Gassen, Kopfsteinpflaster und historischen Gebäuden ohne Aufzüge besondere Barrieren dar. Die ThEGA (Thüringer Energie- und GreenTech-Agentur) berät zu energieeffizientem und barrierefreiem Wohnen. Die Thüringer Aufbaubank (TAB) bietet ergänzende Landesmittel. Plattenbauten in Erfurt-Rieth, Gera-Lusan und Jena-Lobeda bilden einen weiteren Schwerpunkt des Umbaubedarfs.

Antragstellung in Thüringen

Die Antragstellung erfolgt über die Hausbank vor Maßnahmenbeginn – in Thüringen häufig über die Sparkasse Mittelthüringen oder die TAB. Die ThEGA bietet kostenlose Erstberatung (30 Minuten, telefonisch oder vor Ort) auch zu barrierefreiem Wohnen. Ergänzende Landesmittel werden parallel bei der TAB beantragt. Die Bearbeitungszeit beträgt drei bis fünf Wochen.

Kombinationsmöglichkeiten

Die TAB bietet eigene Förderprogramme für barrierefreies Wohnen in Thüringen. Die ThEGA berät zur Kombination von barrierefreiem Umbau (KfW 159) mit energetischer Sanierung (KfW 261) – in den historischen Altstädten Thüringens eine besonders sinnvolle Verbindung. Für Plattenbauten in Erfurt und Gera können Wohnungsgenossenschaften beide Programme systematisch nutzen.

Beispielrechnung

Ein Altstadthaus in Erfurt (Baujahr 1890, 3 WE) wird im Erdgeschoss barrierefrei umgebaut: bodengleiche Dusche (7.500 €), Türverbreiterungen (3.000 €), schwellenloser Zugang über historische Eingangsschwelle (4.500 €), Einbruchschutz (3.000 €). Gesamtkosten: 18.000 €. KfW-159-Kredit zu 0,01 % Effektivzins bei 10 Jahren: Monatsrate ca. 150 €.

Häufige Fragen

FAQ zu KfW 159 in Thüringen

Wie unterstützt die ThEGA beim barrierefreien Umbau in Thüringen?

Die ThEGA bietet kostenlose Erstberatung (30 Minuten, telefonisch oder vor Ort) zu barrierefreiem und energieeffizientem Wohnen. Sie vermittelt qualifizierte Fachplaner in Thüringen und informiert über die Kombination von KfW-159-Förderung mit Landesmitteln der TAB.

Können mittelalterliche Stadtzentren in Thüringen barrierefrei umgebaut werden?

Ja, auch in historischen Altstädten ist barrierefreier Umbau möglich. Typische Lösungen umfassen mobile Rampen, Treppenlifte und die Umgestaltung von Erdgeschossen. Die Denkmalschutzbehörden in Thüringen sind für sensible Lösungen aufgeschlossen, die das historische Erscheinungsbild wahren.

Eignet sich der KfW 159 für Plattenbauten in Erfurt und Gera?

Ja, Plattenbauten in Thüringen sind ein Schwerpunkt der KfW-159-Förderung. Typische Maßnahmen umfassen Türverbreiterungen, bodengleiche Duschen, schwellenlose Balkone und die Modernisierung von Aufzügen. Die Wohnungsgenossenschaften in Erfurt-Rieth und Gera-Lusan setzen diese Maßnahmen systematisch um.

Weitere Bundesländer