Grunderwerbsteuer nach Bundesland
Grunderwerbsteuer in Berlin
Die Grunderwerbsteuer in Berlin beträgt 6,0 % des Kaufpreises. Damit liegt die Hauptstadt im oberen Drittel der Bundesländer, aber noch unter den Spitzenreitern Brandenburg, NRW, Saarland und Schleswig-Holstein (je 6,5 %).
6,0 %
Aktueller Steuersatz
18.000 €
Steuer bei 300.000 € Kaufpreis
4 von 5
Position im Bundesvergleich
Entwicklung des Steuersatzes
Berlin hat die Grunderwerbsteuer mehrfach erhöht: von 3,5 % (bis 2007) auf 4,5 % (2007), dann 5,0 % (2012) und schließlich 6,0 % (2014). Innerhalb von sieben Jahren hat sich der Satz fast verdoppelt.
Vergleich mit Nachbarländern
Berlins Satz von 6,0 % liegt knapp unter dem Brandenburger Satz von 6,5 %. Wer im Berliner Umland (Potsdam, Falkensee, Bernau) kauft, zahlt 0,5 Prozentpunkte mehr Grunderwerbsteuer. Bei einem 500.000-€-Kauf macht das 2.500 € Unterschied.
Sonderregelungen & Befreiungen
Share Deals — der Kauf von Immobilien über Gesellschaftsanteile statt Direkterwerb — waren in Berlin jahrelang ein Instrument zur Grunderwerbsteuervermeidung bei Gewerbeimmobilien. Seit der Verschärfung 2024 gelten strengere Regeln ab 90 % Anteilserwerb.
Ausblick & Reformdiskussion
Eine weitere Erhöhung über 6,0 % wurde von der aktuellen Landesregierung ausgeschlossen. Diskutiert wird ein Freibetrag für selbstgenutztes Wohneigentum, der aber eine Bundesregelung erfordern würde.
Häufige Fragen
Fragen zur Grunderwerbsteuer in Berlin
Wie hoch ist die Grunderwerbsteuer in Berlin?
In Berlin beträgt die Grunderwerbsteuer 6,0 %. Bei einem Kaufpreis von 400.000 € zahlen Sie 24.000 € Grunderwerbsteuer.
Wann wurde die Grunderwerbsteuer in Berlin zuletzt erhöht?
Die letzte Erhöhung war 2014 von 5,0 % auf 6,0 %. Seitdem ist der Satz stabil geblieben. Zwischen 2007 und 2014 wurde der Satz dreimal angehoben.
Zahle ich im Berliner Umland mehr Grunderwerbsteuer?
Ja. Brandenburg erhebt 6,5 %, also 0,5 Prozentpunkte mehr als Berlin. Bei einem 500.000-€-Kaufpreis bedeutet das 2.500 € Mehrkosten im Umland gegenüber Berlin.