Grunderwerbsteuer nach Bundesland

Grunderwerbsteuer in Nordrhein-Westfalen

Nordrhein-Westfalen erhebt 6,5 % Grunderwerbsteuer — den bundesweiten Höchstsatz. Für Käufer im bevölkerungsreichsten Bundesland bedeutet dies eine spürbare Mehrbelastung, die bei der Finanzierungsplanung berücksichtigt werden muss.

6,5 %

Aktueller Steuersatz

19.500

Steuer bei 300.000 € Kaufpreis

5 von 5

Position im Bundesvergleich

Entwicklung des Steuersatzes

NRW erhöhte den Satz 2011 auf 5,0 % und 2015 in einem großen Sprung auf 6,5 %. Die Erhöhung um 1,5 Prozentpunkte innerhalb von vier Jahren war die stärkste aller Bundesländer. Zuvor galt der alte Bundessatz von 3,5 %.

Vergleich mit Nachbarländern

NRW liegt über Rheinland-Pfalz (5,0 %), Hessen (6,0 %) und Niedersachsen (5,0 %). Nur die Niederlande (als Auslandsgrenze) sind kein Vergleichsmaßstab. Im Grenzgebiet zu Rheinland-Pfalz können Käufer 1,5 Prozentpunkte sparen.

Sonderregelungen & Befreiungen

In NRW wird die Grunderwerbsteuer auch bei Share Deals fällig, sofern mindestens 90 % der Anteile übertragen werden. Für Großinvestoren war dies lange ein Umgehungsmechanismus, der inzwischen eingeschränkt wurde.

Ausblick & Reformdiskussion

Die schwarz-grüne Landesregierung hat 2023 eine Senkung auf 5,0 % für Ersterwerber angekündigt, die Umsetzung steht jedoch noch aus und erfordert möglicherweise eine Bundesregelung.

Häufige Fragen

Fragen zur Grunderwerbsteuer in Nordrhein-Westfalen

Wie hoch ist die Grunderwerbsteuer in NRW?

NRW erhebt 6,5 % — den bundesweiten Höchstsatz. Bei einem Kaufpreis von 400.000 € sind das 26.000 € Grunderwerbsteuer.

Wird NRW die Grunderwerbsteuer senken?

Die Landesregierung hat einen reduzierten Satz für Ersterwerber angekündigt, die konkrete Umsetzung steht aber noch aus. Eine generelle Senkung ist aufgrund der Haushaltslage unwahrscheinlich.

Wie kann ich in NRW Grunderwerbsteuer sparen?

Durch die separate Ausweisung von Inventar im Kaufvertrag (Einbauküche, Markise, Sauna). Bei einer 15.000-€-Küche sparen Sie 975 € Grunderwerbsteuer. Die Beträge müssen realistisch sein.

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