Grunderwerbsteuer nach Bundesland
Grunderwerbsteuer in Schleswig-Holstein
Schleswig-Holstein erhebt 6,5 % Grunderwerbsteuer — den bundesweiten Höchstsatz gemeinsam mit Brandenburg, NRW und dem Saarland. Für Käufer im Hamburger Umland ist dies eine spürbare Mehrbelastung gegenüber Hamburg selbst (5,5 %).
6,5 %
Aktueller Steuersatz
19.500 €
Steuer bei 300.000 € Kaufpreis
5 von 5
Position im Bundesvergleich
Entwicklung des Steuersatzes
Der Satz wurde 2014 von 5,0 % auf 6,5 % angehoben. Zuvor lag er bei 3,5 % (bis 2012) und 5,0 % (2012–2014). Die Erhöhung um 1,5 Prozentpunkte war eine der aggressivsten aller Bundesländer.
Vergleich mit Nachbarländern
Schleswig-Holstein ist teurer als Hamburg (5,5 %), Niedersachsen (5,0 %) und Mecklenburg-Vorpommern (6,0 %). Im Hamburger Umland zahlen Käufer in Schleswig-Holstein einen vollen Prozentpunkt mehr als in der Hansestadt selbst.
Sonderregelungen & Befreiungen
Bei Erwerb von Deichgrundstücken und Küstengrundstücken gelten keine Sonderregelungen bei der Grunderwerbsteuer. Die Steuer wird auf den vollen Kaufpreis berechnet.
Ausblick & Reformdiskussion
Die schwarz-grüne Landesregierung hat eine Senkung diskutiert, aber bisher nicht umgesetzt. Der Koalitionsvertrag enthält eine Prüfklausel, aber keine verbindliche Zusage.
Häufige Fragen
Fragen zur Grunderwerbsteuer in Schleswig-Holstein
Wie hoch ist die Grunderwerbsteuer in Schleswig-Holstein?
Schleswig-Holstein erhebt 6,5 % — den bundesweiten Höchstsatz. Bei einem Kaufpreis von 400.000 € sind das 26.000 €.
Warum ist die Grunderwerbsteuer in Schleswig-Holstein so hoch?
Die Erhöhung auf 6,5 % im Jahr 2014 wurde mit dem Konsolidierungsbedarf des Landeshaushalts begründet. Das Land benötigte die Mehreinnahmen zur Einhaltung der Schuldenbremse.
Wird Schleswig-Holstein die Grunderwerbsteuer senken?
Die Landesregierung hat eine Prüfung im Koalitionsvertrag verankert, aber bisher keine konkrete Senkung beschlossen. Eine baldige Reduktion ist unwahrscheinlich.