Kaufnebenkosten nach Bundesland

Kaufnebenkosten in Schleswig-Holstein

Schleswig-Holstein erhebt mit 6,5 % den höchsten Grunderwerbsteuersatz. Der Immobilienmarkt ist zweigeteilt: Der Hamburger Speckgürtel (Norderstedt, Pinneberg, Ahrensburg) hat hohe Preise, während Flensburg, Neumünster und die ländlichen Regionen deutlich günstiger sind. Die Ostsee- und Nordseeküste bietet einen aktiven Markt für Ferienimmobilien.

6,5 %

Grunderwerbsteuer

2,0 %

Notar & Grundbuch (ca.)

3,57 %

Makler je Seite (üblich)

12,07 %

Gesamte Nebenkosten (ca.)

Grunderwerbsteuer

Schleswig-Holstein hat die Grunderwerbsteuer 2014 von 5,0 % auf 6,5 % angehoben — ein Sprung um 1,5 Prozentpunkte. Das damalige SPD-Grüne-SSW-Bündnis begründete dies mit dem Konsolidierungsbedarf des Landeshaushalts.

Notar & Grundbuch

Notartermine in Schleswig-Holstein sind in der Regel kurzfristig verfügbar (1–2 Wochen). Im Hamburger Umland kann es etwas länger dauern. Die Kosten entsprechen dem bundesweiten Standard.

Maklerprovision

Die Maklerprovision beträgt 3,57 % je Seite. Im Ferienimmobiliensegment (Sylt, Timmendorfer Strand, Scharbeutz) können höhere Provisionen anfallen, da der Vermarktungsaufwand und die Zielgruppe spezieller sind.

Für Kapitalanleger

Schleswig-Holstein bietet zwei Strategien: Ferienimmobilien an der Küste (hohe Tagesmieten, saisonale Schwankungen) und klassische Vermietung in den Städten (stabile, aber moderate Renditen). Im Hamburger Umland sind die Preise hoch und die Renditen entsprechend niedrig.

Tipp für Käufer

Bei Küstenimmobilien prüfen Sie den Küstenschutz und die Risikozonen für Sturmfluten. Zudem sollten Sie die Tourismussatzung der Gemeinde kennen — einige Kommunen erheben Kurtaxe und stellen Anforderungen an Ferienwohnungen.

Häufige Fragen

Fragen zu Kaufnebenkosten in Schleswig-Holstein

Wie hoch sind die Kaufnebenkosten in Schleswig-Holstein?

Schleswig-Holstein hat mit ca. 12–14 % sehr hohe Kaufnebenkosten: 6,5 % Grunderwerbsteuer, ca. 2 % Notar/Grundbuch und 3,57 % Maklerprovision. Ohne Makler ca. 8,5 %.

Ist eine Ferienimmobilie an der Ostsee ein gutes Investment?

Die Ostseeküste bietet solide Auslastungsquoten von 150–200 Vermietungstagen pro Jahr in guten Lagen (Timmendorfer Strand, Scharbeutz, Grömitz). Die hohe Grunderwerbsteuer relativiert sich durch die Mieteinnahmen. Prüfen Sie die lokale Vermietungssatzung und rechnen Sie mit saisonalen Schwankungen.

Lohnt sich der Kauf im Hamburger Umland in Schleswig-Holstein?

Trotz 6,5 % Grunderwerbsteuer sind die Quadratmeterpreise im Hamburger Umland (Norderstedt, Pinneberg) deutlich niedriger als in Hamburg. Der Gesamtpreis ist daher oft niedriger, und die höhere Steuer wird durch günstigere Kaufpreise kompensiert.

Kaufnebenkosten in anderen Bundesländern