Kaufnebenkosten nach Bundesland

Kaufnebenkosten in Bayern

Bayern ist eines der attraktivsten Bundesländer für Immobilienkäufer — nicht zuletzt wegen des bundesweit niedrigsten Grunderwerbsteuersatzes von 3,5 %. Vor allem der Großraum München, Nürnberg und Augsburg ziehen Kapitalanleger an. Die niedrige Grunderwerbsteuer bedeutet einen echten Kostenvorteil von oft mehreren tausend Euro gegenüber teuren Bundesländern wie Brandenburg oder NRW.

3,5 %

Grunderwerbsteuer

2,0 %

Notar & Grundbuch (ca.)

3,57 %

Makler je Seite (üblich)

9,07 %

Gesamte Nebenkosten (ca.)

Grunderwerbsteuer

Bayern hat seinen Grunderwerbsteuersatz seit 1997 nicht erhöht und ist damit das einzige Bundesland, das den Satz nie angehoben hat. Die CSU-geführte Landesregierung betrachtet die niedrige Steuer als bewussten Standortvorteil für Wohneigentum und hat wiederholt erklärt, den Satz nicht anheben zu wollen.

Notar & Grundbuch

In Bayern gelten die bundesweiten Gebührenordnungen für Notare und Grundbuchämter ohne Besonderheiten. Bei Kaufpreisen über 500.000 € lohnt es sich dennoch, den Notar vorab nach der Kostenstruktur zu fragen — manche bieten Paketpreise für Kaufvertrag und Grundschuldbestellung an.

Maklerprovision

Die Maklerprovision in Bayern beträgt üblicherweise 3,57 % je Seite (inkl. MwSt.). In München akzeptieren viele Verkäufer provisionsfrei zu verkaufen, insbesondere bei Eigentumswohnungen. Auf dem Land ist der Makler dagegen fast immer beteiligt.

Für Kapitalanleger

Bayerns Immobilienmarkt ist zweigeteilt: München und Oberbayern sind Hochpreismärkte mit niedriger Rendite (unter 3 %), bieten aber hohes Wertsteigerungspotenzial. Unterfranken, Oberfranken und die Oberpfalz bieten deutlich günstigere Einstiegspreise und Bruttomietrenditen von 4–5 %.

Tipp für Käufer

Nutzen Sie den bayerischen Kostenvorteil: Durch die niedrigste Grunderwerbsteuer Deutschlands sparen Sie bei einer 400.000-€-Immobilie bis zu 12.000 € gegenüber NRW oder Brandenburg. Kalkulieren Sie diesen Vorteil in Ihre Eigenkapitalplanung ein.

Häufige Fragen

Fragen zu Kaufnebenkosten in Bayern

Wie hoch sind die Kaufnebenkosten in Bayern?

Bayern hat die niedrigsten Kaufnebenkosten deutschlandweit: ca. 9–10,5 % des Kaufpreises (3,5 % Grunderwerbsteuer, ca. 2 % Notar/Grundbuch, 3,57 % Makler). Ohne Makler liegen die Nebenkosten bei nur ca. 5,5 %.

Warum ist die Grunderwerbsteuer in Bayern so niedrig?

Bayern hat als einziges Bundesland den Satz von 3,5 % seit 1997 nie erhöht. Die CSU sieht die niedrige Steuer als Standortvorteil und Eigentumsförderung. Andere Länder haben ihre Sätze teilweise auf bis zu 6,5 % angehoben.

Kann ich in München ohne Makler kaufen?

Ja, in München werden viele Eigentumswohnungen direkt vom Eigentümer oder über Hausverwaltungen verkauft. Bei provisionsfrei angebotenen Objekten sparen Sie 3,57 % des Kaufpreises. Achten Sie in Immobilienportalen auf den Filter „provisionsfrei".

Kaufnebenkosten in anderen Bundesländern