Kaufnebenkosten nach Bundesland
Kaufnebenkosten in Hessen
Hessen erhebt mit 6,0 % eine der höchsten Grunderwerbsteuern in Deutschland. Der Immobilienmarkt wird von Frankfurt am Main dominiert, das als Bankenstandort hohe Nachfrage und entsprechende Preise aufweist. Auch Wiesbaden, Darmstadt und Kassel bieten vielfältige Investmentmöglichkeiten mit unterschiedlichen Rendite-Risiko-Profilen.
6,0 %
Grunderwerbsteuer
2,0 %
Notar & Grundbuch (ca.)
3,57 %
Makler je Seite (üblich)
11,57 %
Gesamte Nebenkosten (ca.)
Grunderwerbsteuer
Hessen hat die Grunderwerbsteuer 2014 von 5,0 % auf 6,0 % angehoben. Die schwarz-grüne Landesregierung begründete dies mit Konsolidierungsbedarf. Der Satz ist seitdem unverändert.
Notar & Grundbuch
Im Frankfurter Raum sind Notartermine aufgrund der hohen Transaktionszahl oft erst nach 4–6 Wochen verfügbar. In Nordhessen (Kassel, Marburg) sind die Wartezeiten deutlich kürzer. Die Gebühren sind bundesweit einheitlich.
Maklerprovision
Die Maklerprovision in Hessen beträgt üblicherweise 3,57 % je Seite. In Frankfurt vermarkten viele Bauträger provisionsfrei, was die Nebenkosten deutlich senkt. Im ländlichen Hessen ist der Makler dagegen Standard.
Für Kapitalanleger
Frankfurt ist als internationaler Finanzplatz ein Sonderfall: Hohe Kaufpreise, aber auch hohe und internationale Mietnachfrage. Die Bruttomietrendite liegt bei 2,5–3,5 %. Außerhalb Frankfurts bieten Städte wie Gießen, Marburg oder Fulda deutlich bessere Renditen bei moderatem Risiko.
Tipp für Käufer
In Frankfurt-Sachsenhausen, Bornheim und dem Nordend sind Altbauten besonders gefragt — prüfen Sie die Denkmalschutzauflagen. Denkmalgeschützte Objekte bieten steuerliche Vorteile (erhöhte AfA), erfordern aber höhere Sanierungskosten.
Häufige Fragen
Fragen zu Kaufnebenkosten in Hessen
Wie hoch sind die Kaufnebenkosten in Hessen?
In Hessen betragen die Kaufnebenkosten ca. 11,5–13 %: 6,0 % Grunderwerbsteuer, ca. 2 % Notar/Grundbuch und 3,57 % Maklerprovision. Ohne Makler ca. 8 %.
Sind die Notarkosten in Frankfurt höher als anderswo?
Nein, die Notargebühren sind bundesweit einheitlich im GNotKG geregelt. Allerdings können die Wartezeiten in Frankfurt 4–6 Wochen betragen, was bei zeitkritischen Transaktionen beachtet werden sollte.
Welche Vorteile bieten denkmalgeschützte Immobilien in Hessen?
Denkmalgeschützte Objekte ermöglichen eine erhöhte Abschreibung (Denkmal-AfA): Selbstnutzer können Sanierungskosten mit 9 % jährlich über 10 Jahre absetzen, Vermieter mit 9 % über 8 + 7 % über 4 Jahre. Die Sanierungskosten sind allerdings oft erheblich.