Kaufnebenkosten nach Bundesland
Kaufnebenkosten in Mecklenburg-Vorpommern
Mecklenburg-Vorpommern erhebt 6,0 % Grunderwerbsteuer und bietet einen der günstigsten Immobilienmärkte Deutschlands. Insbesondere in Schwerin, Rostock und an der Ostseeküste gibt es interessante Gelegenheiten. Die niedrigen Kaufpreise ermöglichen hohe Eigenkapitalrenditen — sofern die Vermietbarkeit gesichert ist.
6,0 %
Grunderwerbsteuer
2,0 %
Notar & Grundbuch (ca.)
3,57 %
Makler je Seite (üblich)
11,57 %
Gesamte Nebenkosten (ca.)
Grunderwerbsteuer
Der Grunderwerbsteuersatz wurde 2019 von 5,0 % auf 6,0 % angehoben. Die Landesregierung begründete die Erhöhung mit dem Finanzierungsbedarf für Infrastruktur und Digitalisierung.
Notar & Grundbuch
In Mecklenburg-Vorpommern sind Notartermine in der Regel innerhalb von 1–2 Wochen verfügbar. Die Kosten entsprechen dem bundesweiten Standard. Bei Ferienimmobilien-Transaktionen empfiehlt sich ein Notar mit Erfahrung im Tourismusrecht.
Maklerprovision
Die Maklerprovision beträgt 3,57 % je Seite. Im Segment der Ferienimmobilien werden höhere Provisionen verlangt (teilweise bis 5,95 % inkl. MwSt. nur Käuferseite), da der Vermarktungsaufwand größer ist.
Für Kapitalanleger
Mecklenburg-Vorpommern bietet zwei Investmentstrategien: Ferienimmobilien an der Ostsee (hohe Einnahmen, aber saisonale Auslastung) und langfristige Vermietung in den Städten (niedrige Preise, moderate Renditen). Achten Sie auf den Leerstand — in einigen Landkreisen liegt er über 10 %.
Tipp für Käufer
Bei Ferienimmobilien prüfen Sie die Tourismuslizenz und die kommunale Satzung zur Zweckentfremdung. Nicht alle Gemeinden erlauben gewerbliche Ferienvermietung unbeschränkt.
Häufige Fragen
Fragen zu Kaufnebenkosten in Mecklenburg-Vorpommern
Wie hoch sind die Kaufnebenkosten in Mecklenburg-Vorpommern?
Die Kaufnebenkosten betragen ca. 11,5–13 %: 6,0 % Grunderwerbsteuer, ca. 2 % Notar/Grundbuch und 3,57 % Maklerprovision. Ohne Makler ca. 8 %.
Ist Mecklenburg-Vorpommern gut für Ferienimmobilien?
Ja, die Ostseeküste (Rügen, Usedom, Boltenhagen) ist einer der attraktivsten Märkte für Ferienwohnungen in Deutschland. Die Auslastungsquoten liegen in guten Lagen bei 150–200 Vermietungstagen pro Jahr.
Wo sind die günstigsten Immobilien in Mecklenburg-Vorpommern?
Im Landesinneren (Mecklenburgische Seenplatte, Vorpommern-Greifswald) sind Kaufpreise unter 1.500 €/m² keine Seltenheit. Allerdings ist die Vermietbarkeit eingeschränkt und der Leerstand teilweise hoch.