Kaufnebenkosten nach Bundesland

Kaufnebenkosten in Hamburg

Hamburg erhebt 5,5 % Grunderwerbsteuer und ist nach München der zweitteuerste Immobilienmarkt Deutschlands. Die Hansestadt bietet als Stadtstaat einen klar abgegrenzten Markt mit hoher Nachfrage, limitiertem Angebot und exzellenter Vermietbarkeit. Nebenkosten bewegen sich durch die moderate Grunderwerbsteuer im mittleren Bereich.

5,5 %

Grunderwerbsteuer

2,0 %

Notar & Grundbuch (ca.)

3,57 %

Makler je Seite (üblich)

11,07 %

Gesamte Nebenkosten (ca.)

Grunderwerbsteuer

Hamburg erhöhte die Grunderwerbsteuer 2009 von 3,5 % auf 4,5 % und 2023 weiter auf 5,5 %. Die zweite Erhöhung war politisch umstritten und wurde mit dem Konsolidierungsbedarf nach der Corona-Pandemie begründet.

Notar & Grundbuch

Hamburg hat eine hohe Notardichte mit Spezialisierung auf Immobilienrecht. Bei Grundstücksteilungen oder WEG-Gründungen sind die Hamburger Notare besonders erfahren. Die Kosten folgen dem GNotKG ohne Abweichungen.

Maklerprovision

Die Maklerprovision in Hamburg beträgt 3,57 % je Seite. Neubauwohnungen werden häufig provisionsfrei angeboten. Bei Bestandsimmobilien ist ein Makler fast immer involviert, Verhandlungsspielraum gibt es in der Regel nicht.

Für Kapitalanleger

Hamburg bietet wie München primär Wertsteigerung statt Cashflow. Bruttomietrenditen liegen bei 2,5–3,5 %. Für Investoren interessant: Die Stadt hat strenge Wohnraumbewirtschaftung (Wohnraumschutzgesetz), was Kurzzeitvermietung stark einschränkt.

Tipp für Käufer

Prüfen Sie das Erbbaurecht: In Hamburg sind viele Grundstücke — insbesondere in Hafennähe und in städtischen Lagen — im Erbbaurecht vergeben. Der Erbbauzins reduziert den Kaufpreis, belastet aber die laufende Rendite erheblich.

Häufige Fragen

Fragen zu Kaufnebenkosten in Hamburg

Wie hoch sind die Kaufnebenkosten in Hamburg?

Die Kaufnebenkosten in Hamburg betragen ca. 11–12,5 %: 5,5 % Grunderwerbsteuer, ca. 2 % Notar/Grundbuch und 3,57 % Maklerprovision. Ohne Makler ca. 7,5 %.

Was bedeutet Erbbaurecht für Käufer in Hamburg?

Beim Erbbaurecht kaufen Sie nur das Gebäude, nicht das Grundstück. Stattdessen zahlen Sie einen jährlichen Erbbauzins (oft 3–5 % des Bodenwerts). Der Kaufpreis ist niedriger, aber die laufenden Kosten steigen. Prüfen Sie die Laufzeit und Anpassungsklauseln.

Gibt es in Hamburg Förderprogramme für Käufer?

Ja, die Hamburgische Investitions- und Förderbank (IFB) bietet Förderprogramme für selbstgenutztes Wohneigentum. Zudem können KfW-Programme für energetische Sanierung genutzt werden.

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