Kaufnebenkosten nach Bundesland
Kaufnebenkosten in Rheinland-Pfalz
Rheinland-Pfalz erhebt 5,0 % Grunderwerbsteuer und bietet einen überwiegend erschwinglichen Immobilienmarkt. Mainz als Landeshauptstadt ist die teuerste Stadt, während Kaiserslautern, Trier und die Eifel günstige Einstiegsmöglichkeiten bieten. Die Nähe zu Frankfurt macht den nördlichen Landesteil für Pendler interessant.
5,0 %
Grunderwerbsteuer
2,0 %
Notar & Grundbuch (ca.)
3,57 %
Makler je Seite (üblich)
10,57 %
Gesamte Nebenkosten (ca.)
Grunderwerbsteuer
Der Grunderwerbsteuersatz wurde 2012 von 3,5 % auf 5,0 % angehoben. Seitdem ist er stabil. Die SPD-geführte Landesregierung hat keine Pläne für eine weitere Erhöhung geäußert.
Notar & Grundbuch
In Rheinland-Pfalz sind Notartermine kurzfristig verfügbar, typischerweise innerhalb von 1–2 Wochen. In Mainz kann es etwas länger dauern. Die Gebühren folgen dem bundesweiten GNotKG.
Maklerprovision
Die Maklerprovision beträgt üblicherweise 3,57 % je Seite. In der Grenzregion zu Luxemburg sind die Immobilienpreise und -gepflogenheiten stark von der luxemburgischen Nachfrage beeinflusst.
Für Kapitalanleger
Rheinland-Pfalz bietet gute Renditen in Mittelstädten: Kaiserslautern, Koblenz und Ludwigshafen ermöglichen Bruttomietrenditen von 4–6 %. Die Nähe zum Frankfurter Arbeitsmarkt stützt die Nachfrage im nördlichen Landesteil.
Tipp für Käufer
Im Rheintal (Koblenz bis Mainz) gibt es viele Hochwasserschutzgebiete. Prüfen Sie die Hochwasserkarten des Landes und schließen Sie eine Elementarschadensversicherung ab. Die Versicherungsprämien können je nach Lage erheblich variieren.
Häufige Fragen
Fragen zu Kaufnebenkosten in Rheinland-Pfalz
Wie hoch sind die Kaufnebenkosten in Rheinland-Pfalz?
Die Kaufnebenkosten betragen ca. 10,5–12 %: 5,0 % Grunderwerbsteuer, ca. 2 % Notar/Grundbuch und 3,57 % Maklerprovision. Ohne Makler ca. 7 %.
Profitiert Rheinland-Pfalz von der Nähe zu Frankfurt?
Ja, die Kreise Mainz-Bingen, Bad Kreuznach und der Rheingau-Taunus sind beliebte Pendlerregionen. Die Immobilienpreise sind deutlich niedriger als in Frankfurt, bei guter Anbindung und niedrigerer Grunderwerbsteuer (5,0 % vs. 6,0 % in Hessen).
Gibt es Besonderheiten beim Kauf von Weinbergen?
Weinberge unterliegen dem Grundstückverkehrsrecht und können Vorkaufsrechte der Nachbarn auslösen. Die Grunderwerbsteuer wird auf den gesamten Kaufpreis (Boden + Aufwuchs) berechnet, es gibt keine Sonderbefreiung.