Kaufnebenkosten nach Bundesland
Kaufnebenkosten in Sachsen
Sachsen erhebt 5,5 % Grunderwerbsteuer und gehört damit zum oberen Mittelfeld. Dresden und Leipzig sind die beiden Hauptmärkte mit unterschiedlichem Charakter: Dresden ist stabiler und teurer, Leipzig dynamischer und für Investoren renditestärker. Die Kaufnebenkosten sind moderat und durch günstige Kaufpreise absolut niedrig.
5,5 %
Grunderwerbsteuer
2,0 %
Notar & Grundbuch (ca.)
3,57 %
Makler je Seite (üblich)
11,07 %
Gesamte Nebenkosten (ca.)
Grunderwerbsteuer
Sachsen hat den Grunderwerbsteuersatz 2023 von 3,5 % auf 5,5 % erhöht — eine der letzten und größten Einzelerhöhungen. Sachsen war bis dahin neben Bayern das einzige Bundesland mit dem alten Bundessatz von 3,5 %.
Notar & Grundbuch
In Sachsen sind Notartermine in der Regel innerhalb von 2 Wochen verfügbar. Dresden und Leipzig haben eine hohe Notardichte. Die Kosten entsprechen dem bundesweiten Standard.
Maklerprovision
Die Maklerprovision beträgt 3,57 % je Seite. In Leipzig und Dresden sind provisionsfreie Angebote häufig, insbesondere bei Neubauprojekten. In ländlichen Regionen ist der Makler oft unverzichtbar.
Für Kapitalanleger
Leipzig ist einer der spannendsten Investmentmärkte Deutschlands: Die Kombination aus niedrigen Kaufpreisen, wachsender Bevölkerung und steigender Mietnachfrage bietet attraktive Renditen. Dresden ist stabiler, aber teurer. Chemnitz bietet Schnäppchenpreise, aber höheres Leerstandsrisiko.
Tipp für Käufer
In Leipzig und Dresden prüfen Sie den Sanierungsstand von DDR-Plattenbauten: Viele wurden saniert und sind gute Investments, aber nicht sanierte Objekte können hohen Nachholbedarf haben. Achten Sie auf den energetischen Zustand und die Restlaufzeit der Sanierung.
Häufige Fragen
Fragen zu Kaufnebenkosten in Sachsen
Wie hoch sind die Kaufnebenkosten in Sachsen?
Die Kaufnebenkosten in Sachsen betragen ca. 11–12,5 %: 5,5 % Grunderwerbsteuer, ca. 2 % Notar/Grundbuch und 3,57 % Maklerprovision. Ohne Makler ca. 7,5 %.
Hat sich die Grunderwerbsteuer in Sachsen kürzlich verändert?
Ja, 2023 wurde der Satz von 3,5 % auf 5,5 % erhöht. Sachsen war vorher neben Bayern das günstigste Bundesland bei der Grunderwerbsteuer.
Wo in Sachsen sind die besten Renditen?
Leipzig bietet die besten Rendite-Risiko-Profile: moderate Kaufpreise, wachsende Bevölkerung und steigende Mieten. Bruttomietrenditen von 4–6 % sind in guten Lagen möglich. Chemnitz bietet höhere Renditen, aber mehr Risiko.