Förderprogramm nach Bundesland

Zuschüsse für barrierefreien Umbau in Bayern

In Bayern setzt sich die Förderung für barrierefreien Umbau aus dem Pflegekassen-Zuschuss von bis zu 4.180 Euro je Person, dem Bayerischen Modernisierungsprogramm der BayernLabo und kommunalen Zuschüssen zusammen. Ergänzend steht der KfW-Kredit 159 mit bis zu 50.000 Euro je Wohneinheit bereit — zinsgünstig, aber als Darlehen und ohne Tilgungszuschuss.

4.180 € je Person (Pflegekasse)

Maximale Förderung

Zuschuss

Zinssatz

nicht rückzahlbar

Tilgungszuschuss

Einmalzahlung

Laufzeit

Besonderheiten in Bayern

Bayern kombiniert einen sehr heterogenen Gebäudebestand mit einer alternden Bevölkerung: alpine Holzhäuser mit steilen Treppen, fränkische Altbauten in Nürnberg, Fürth und Erlangen mit engen Grundrissen und Münchner Geschosswohnungsbau ohne Aufzug. Gerade im Nürnberger Raum, wo viele Wohnungen aus den 1950er- und 1960er-Jahren stammen, ist der Nachrüstbedarf hoch. Die BayernLabo fördert Modernisierung inklusive Barriereabbau; Konditionen und Programmstände ändern sich, deshalb vor Planungsbeginn tagesaktuell prüfen.

Antragstellung in Bayern

Der Pflegekassen-Zuschuss wird direkt bei der Pflegekasse beantragt — vor Beginn der Maßnahme, formlos genügt zur Fristwahrung. Die BayernLabo-Förderung läuft über die Hausbank beziehungsweise die zuständige Bewilligungsstelle, kommunale Zuschüsse über die Stadt. München, Nürnberg und Fürth unterhalten eigene Beratungsstellen zum Wohnen im Alter, die den Weg durch die Töpfe kostenfrei begleiten.

Kombinationsmöglichkeiten

Pflegekasse, KfW-Kredit und Landes- beziehungsweise Kommunalmittel lassen sich stapeln, solange nicht dieselbe Einzelmaßnahme doppelt bezuschusst wird. Wer ohnehin energetisch saniert, sollte den Barriereabbau in denselben Bauabschnitt legen: Ein zweiter Gerüstaufbau und ein zweiter Handwerkertermin kosten mehr als der Zinsvorteil aus einer getrennten Finanzierung.

Beispielrechnung

Eine Eigentumswohnung Baujahr 1962 in Nürnberg wird barrierearm umgebaut: bodengleiche Dusche 7.500 €, Türverbreiterung 3.500 €, Rampe am Hauseingang 5.000 € (anteilig über die WEG). Eigenanteil des Eigentümers 13.000 €. Bei anerkanntem Pflegegrad übernimmt die Pflegekasse 4.180 €, die verbleibenden 8.820 € laufen über den KfW-159-Kredit — bei 10 Jahren Laufzeit eine überschaubare Monatsrate.

Häufige Fragen

FAQ zu Barrierefrei-Zuschuss in Bayern

Welche KfW-Zuschüsse für barrierefreies Bauen gibt es in Bayern?

Der KfW-Investitionszuschuss 455-B ist mangels Haushaltsmitteln nicht durchgehend verfügbar — planen Sie nicht damit. Dauerhaft nutzbar ist der KfW-Kredit 159 mit bis zu 50.000 Euro je Wohneinheit zu Förderzinsen, altersunabhängig und ohne Einkommensgrenze. Den echten Zuschussanteil holen Sie in Bayern über die Pflegekasse, das Bayerische Modernisierungsprogramm und kommunale Töpfe.

Gibt es in Nürnberg oder Fürth eigene Programme?

Beide Städte unterhalten Beratungsangebote zum Wohnen im Alter und fördern je nach Haushaltslage einzelne Maßnahmen im Bestand. Weil kommunale Programme regelmäßig neu aufgelegt oder ausgesetzt werden, lohnt der direkte Anruf bei der Stadt vor Planungsbeginn — die Beratung ist kostenfrei und klärt in einem Termin, welcher Topf für Ihr Vorhaben offensteht.

Muss ich einen Pflegegrad haben?

Nur für den Zuschuss der Pflegekasse. Der KfW-Kredit 159 und die meisten Landes- und Kommunalprogramme sind ausdrücklich alters- und pflegegradunabhängig. Vorausschauend umzubauen, solange kein Pflegefall vorliegt, ist in aller Regel günstiger und entspannter als der spätere Umbau unter Zeitdruck.

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