Förderprogramm nach Bundesland
Zuschüsse für barrierefreien Umbau in Bremen
In Bremen und Bremerhaven stehen für den barrierefreien Umbau der Pflegekassen-Zuschuss von bis zu 4.180 Euro je Person, Programme der Bremer Aufbau-Bank (BAB) und der KfW-Kredit 159 mit bis zu 50.000 Euro je Wohneinheit zur Verfügung.
4.180 € je Person (Pflegekasse)
Maximale Förderung
Zuschuss
Zinssatz
nicht rückzahlbar
Tilgungszuschuss
Einmalzahlung
Laufzeit
Besonderheiten in Bremen
Bremen ist geprägt vom Bremer Haus — dem schmalen, mehrgeschossigen Reihenhaus mit steiler Treppe, das für den altersgerechten Umbau eine eigene Herausforderung darstellt. Häufig ist die Verlagerung von Schlafzimmer und Bad ins Erdgeschoss wirtschaftlicher als ein Treppenlift. In Bremerhaven dominiert der Geschosswohnungsbau der Nachkriegszeit, wo der fehlende Aufzug oft das eigentliche Hindernis ist. Die BAB fördert Modernisierung im Bestand; die Programmstände wechseln.
Antragstellung in Bremen
Der Pflegekassen-Zuschuss wird vor Maßnahmenbeginn direkt bei der Pflegekasse beantragt. BAB-Mittel laufen je nach Programm über die Hausbank oder direkt bei der Bank, kommunale Zuschüsse über die Stadtgemeinde. Bremen unterhält Wohnberatungsangebote, die kostenfrei zu baulichen Lösungen und zur Förderkombination beraten — der Termin vor der ersten Handwerkeranfrage spart erfahrungsgemäß am meisten.
Kombinationsmöglichkeiten
Beim Bremer Haus lohnt es, den Umbau als Gesamtkonzept zu denken statt als Einzelmaßnahme: Wer Bad und Schlafzimmer ins Erdgeschoss verlegt, kann die dabei ohnehin geöffnete Bausubstanz für Leitungserneuerung und Dämmung mitnutzen und dafür zusätzlich BAFA-Mittel abrufen.
Beispielrechnung
Ein Bremer Haus Baujahr 1928 wird angepasst: neues Bad im Erdgeschoss 18.000 €, Türverbreiterungen 3.000 €, Schwellenabbau am Eingang 2.500 €. Gesamtkosten 23.500 €. Die Pflegekasse steuert bei anerkanntem Pflegegrad 4.180 € bei, der Rest von 19.320 € läuft über den KfW-159-Kredit — bei einer Bausubstanz, die ohnehin eine Modernisierung braucht, eine sinnvolle Bündelung.
Häufige Fragen
FAQ zu Barrierefrei-Zuschuss in Bremen
Wie baue ich ein Bremer Haus altersgerecht um?
Der übliche Weg ist nicht der Treppenlift, sondern die Verlagerung von Bad und Schlafzimmer ins Erdgeschoss — bei der schmalen, mehrgeschossigen Bauweise ist das meist wirtschaftlicher und im Alltag komfortabler. Weil dabei ohnehin Leitungen und Wände geöffnet werden, lohnt es sich, energetische Maßnahmen im selben Zug mitzunehmen.
Welche Zuschüsse gibt es in Bremen?
Den Pflegekassen-Zuschuss von bis zu 4.180 Euro je Person mit Pflegegrad, Modernisierungsprogramme der Bremer Aufbau-Bank und den zinsgünstigen KfW-Kredit 159. Weil die Landesprogramme regelmäßig angepasst werden, sollten Sie den aktuellen Stand vor Planungsbeginn direkt bei der BAB abfragen.
Erhöht ein barrierefreier Umbau den Wert der Immobilie?
In der Regel ja, und zwar überdurchschnittlich in Beständen mit älterer Bewohnerstruktur. Ein ebenerdiges Bad und ein schwellenloser Zugang erweitern den Käufer- und Mieterkreis deutlich. Wie stark sich das auf den Verkehrswert Ihres Objekts auswirkt, hängt an Lage und Ausgangszustand — dafür lohnt eine konkrete Bewertung.
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